Beeplog.de - Kostenlose Blogs Hier kostenloses Blog erstellen    Nächstes Blog   

Abenteuer Asien


Samstag, 27. September 2008
Abendausklang mit freitäglichem Ritual
By ralfweyda, 13:34

Wie ich schon weiter vorn erwähnte, war der  Freitag Abend ja noch lange nicht zu Ende...
Nachdem ich mich satt gesehen hatte an der Lichterpracht, machte ich mich so langsam  auf den Rückweg in Richtung Hotel. Dabei galt es erst einmal, inmitten der Häuserschluchten des Financial Districts die MRT-Station "Raffles Place" wiederzufinden. Nachdem das einigermaßen gut geklappt hatte - schließlich hatte ich mir die Leuchtreklamen der angrenzenden Türme eingeprägt - fuhr ich nicht bis Orchard, sondern stieg schon vorher in Somerset aus. Die letzten paar hundert Meter wollte ich zu Fuß gehen.
Natürlich hatte ich einen Hintergedanken dabei. Ich hatte neben dem Orchard Plaza in einer Seitenstraße eine angenehme Location entdeckt, wo ich schon zu Mittag speiste.


An den Ständen links kann man sich verschiedenste Speisen aussuchen, meist aus der chinesischen Küche, aber sehr vielseitig. Ich hatte mich mittags für Nudeln mit Fleischklößchen entschieden. Dazu gab es noch eine klare Suppe mit Seetang oder Ähnlichem darin, alles aber sehr wohlschmeckend und reichlich. Da fällt es dann auch leicht, nicht aufzuessen. Nicht aufessen gehört ja zu den guten Tischmanieren in Asien. Räumt man seinen Teller restlos leer, so bedeutet das für den Gastgeber, dass der Gast nicht sattgeworden ist. Also lässt man lieber einen Rest drauf, und alle sind zufrieden.
Interessant war die Preisgestaltung: für das Essen bezahlte ich 4,50 SGD - das entspricht etwa 2,25 € - und für das Bier, eine 0,633-Liter-Flasche Tiger, blätterte ich 7,50 SGD hin.
Der Bierpreis hielt mich aber nicht davon ab, mich jetzt am Abend noch einmal dort niederzulassen und den Gerstensaft zu genießen. Essen musste ich nichts mehr, das Abendessen war reichlich.



Plötzlich fiel mir ein, dass ja Freitag war und ich in Good Old Germany traditionell freitags gern ausgehe, um ein Bierchen oder auch zwei zu trinken. Schmunzelnd hob ich mein Glas und prostete meinen chinesischen Tischnachbarn zu. Die freuten sich und prosteten lautstark zurück. Es machte auch nichts, dass sie nicht wussten, weshalb ich so grinsen musste. Sie freuten sich einfach, dass ich mich freute ...

Ich muss nicht erwähnen, wie gut ein kaltes Bier bei knapp 30°C schmeckt. Obwohl man dort im Freien sitzt, war es noch sehr warm, selbst jetzt abends gegen 23 Uhr. Es wehte kein Lüftchen. Die einzige Abkühlung - oder zumindest ein Gefühl davon - wurde durch Ventilatoren geschaffen, die unterhalb der Schirme hingen und schwenkbar waren.
Die Bedienung war sehr flott. Immer, wenn ich das Glas absetzte, kam sie und schenkte aus der Flasche nach. Das war sehr aufmerksam und hatte gleichzeitig den Effekt, dass die Flasche schneller leer wurde. Ich genoss einfach die Atmosphäre und bestellte mir kurzerhand noch eine Flasche.


Meine Tischnachbarn bestellten sich unterdessen eine Runde Heineken nach der anderen und wurden immer lauter. Komisch, mich störte das gar nicht. Ich verstand ja sowieso nicht, was das Gesprächsthema war, und Spaß hatten die Jungs offensichtlich auch noch.
Ich saß also da und sah mich richtig satt, frei nach Herwig Mitteregger, "... Ich lehn' mich raus, ich krieg nicht genug ..."
Also noch ein Bier. Moment, erst noch schnell die Finanzlage gecheckt ... Alles klar, eins geht noch. Es ging danach auch noch ein weiteres ...

Kurz nach ein Uhr begab ich mich dann ins Hotel. Ich kam wohlbehalten und ohne Probleme dort an, trotz des reichlichen Biergenusses. Aber irgendwie konnte oder wollte ich noch nicht ins Bett, also ging ich ins Business-Center des Hotels, um mir noch ein wenig die Welt anzuschauen und mit Freunden zu chatten. Nebenbei erledigte ich noch den Internet-Check-In bei der Singapore Airlines.
Aber kurz vor halb drei morgens war ich dann doch endlich müde und ging in die Falle.

[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Donnerstag, 25. September 2008
Formel-1-Zirkus
By ralfweyda, 17:47

Buchstäblich an jeder Ecke sprang mich die Begeisterung der Singapurer für den Grand Prix an. Immerhin ist es ein historisches Ereignis: das erste Nachtrennen in der Geschichte der modernen Formel 1.
Natürlich läuft die Marketing-Promotion-Maschinerie auf Hochtouren, und mir fiel es schwer, mich ihr zu entziehen.



Bei meinen Ausflügen konnte ich ja auch einen Teil der Rennstrecke in Augenschein nehmen. Für mein Empfinden grenzt es schon an Wahnsinn, mit einem solchen Boliden in einer Stadt herumzudüsen. Vor allem angesichts solcher Stellen:

Links sieht man wieder die Beleuchtung der Rennstrecke. Das Rennen schaue ich mir an, leider aber nur im Fernsehen. Na, vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr. Aber mit dem Sparen kann ich schon mal anfangen.
Immerhin soll ein Ticket auf dem Singapore Flyer während des Rennens nur 150 S$ kosten, bei "free flow of premium champagne". Nach 30 Minuten ist dann der Spaß allerdings vorbei. Da möchte das Schluckzeug aber gut geschmiert sein ...


Dieser Rennstall hatte seinen Boliden natürlich nicht so schnöde auf der Straße aufgebahrt, sondern stilecht in einem der vornehmsten Einkaufszentren an der Orchard Road, dem Paragon, kredenzt. Das passt ja auch, denn McLaren's Technology Centre in Woking, GB, trägt ebenfalls den Namen "Paragon".

Abschließend noch ein Blick auf die Streckenbegrenzung. Ob die ausreicht?


Vielleicht kann ich ja im nächsten Jahr mal ein Ticket ergattern. Andererseits, Sepang hat auch eine tolle Rennstrecke und liegt ja quasi vor der Haustür.

[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Mittwoch, 24. September 2008
Nächtliche Impressionen (2)
By ralfweyda, 19:27

Vom Merlion-Park aus hatte ich auch eine wunderbare Sicht auf das Esplanade. Nachdem ich mich am Farbenspiel des Singapore Flyer satt gesehen hatte, beschloss ich, den Fluss zu überqueren und mir das Esplanade mal genauer anzusehen.


Auf www.esplanade.com kann man sich die vielseitigen Möglichkeiten des Hauses ansehen. Die Architektur ist beeindruckend, von oben ähnelt das Gebäude zwei Schildkrötenpanzern. Gefällt es mir schon am Tage wegen seiner silbrigen Farbe, so beeindruckt es mich nachts im Besonderen.


Zwischen den beiden Kuppeln befindet sich der Haupteingang. Leider waren die Türen zu den einzelnen Sälen verschlossen, offenbar fanden verschiedene Veranstaltungen statt. Die Rockmusik jedoch, die ich hörte, kam nicht aus dem Gebäude, sondern wurde in der Nähe, wahrscheinlich auf einer Open-Air-Bühne erzeugt.
Im Inneren des Esplanade findet man natürlich auch die unvermeidliche Shopping Mall mit all den Sachen, die man eigentlich nicht wirklich braucht ...

Als ich wieder aus dem Esplanade herauskam, war es plötzlich taghell. Direkt vor dem Kulturhaus führt die Rennstrecke vorbei, und nun wurde die Beleuchtung in diesem Abschnitt auf ihre Funktion getestet.


[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Dienstag, 23. September 2008
Nächtliche Impressionen
By ralfweyda, 19:43

Am Freitag, dem 5. September, bot sich dann die Gelegenheit, nach einem Besuch in Little India und einem schmackhaften wie preiswerten indischen Abendessen mein Vorhaben in die Tat umzusetzen, und den Merlion-Park bei Nacht zu besuchen.

Das folgende Foto habe ich fast von der gleichen Stelle aus gemacht, an der ich schon bei Tageslicht die Anderson-Bridge und Esplanade im Hintergrund fotografierte.
Das imposante Gebäude am rechten Bildrand ist das One Fullerton Hotel.


Auf der Fußgängerbrücke vor der Anderson-Bridge hatte ich dann mal die entgegengesetzte Sicht über den Fluss und den Blick auf die Ansammlung der vielen Restaurants am Boat Quai. Leider kann ich hier nicht alle Eindrücke wiedergeben, dann wäre der Speicherplatz zu schnell aufgebraucht. Es ist tatsächlich so, dass ich alle 50 Meter neue reizvolle Eindrücke gewann und mit dem Fotografieren kaum nachkam.




Dann kam ich am Merlion-Park an.
Der Platz am Merlion scheint bei den Jugendlichen ein beliebter Treffpunkt zu sein. Jedenfalls waren recht viele Leute da. Ihre Lieblingsbeschäftigung war wohl Posieren und Fotografieren.
Das Klima direkt an der Mündung des Singapore River war recht erträglich, schätzungsweise nur um die 27 bis 28°C werden es dort gewesen sein. Vom Esplanade schallte Live-Rockmusik herüber. Ich nahm auf den Treppenstufen Platz und genoss diese Atmosphäre. Eigentlich fehlte zu meinem Glück nur noch ein Schlückchen kühlen Bieres ...



Von hier aus hat man auch einen tollen Blick auf den Singapore Flyer, das zur Zeit größte in Betrieb befindliche Riesenrad der Welt.
Es ist 165 Meter hoch und wurde am 1. März 2008 eröffnet. Es hat 28 Gondeln mit Platz für je 28 Personen, eine Umdrehung dauert etwa 27 Minuten, vielleicht auch 28...



Am linken Bildrand kann man eine der Zuschauertribünen für das bevorstehende Formel-1-Rennen sehen. Zu diesem Zirkus später mehr.
An diesem Abend verbrachte ich mehr als eine Stunde im Merlion-Park. Es war eine gute Entscheidung, diesen Teil Singapores bei Nacht zu besuchen, denn die Stimmung aus Licht, Musik, Gerüchen und den Menschen ist unbeschreiblich.
Aber der Abend war ja auch noch lange nicht zu Ende...

[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Montag, 22. September 2008
Wieder auf Sentosa
By ralfweyda, 18:35

Nach der Besichtigung des Merlion-Parks nahm ich mir vor, unbedingt bei Nacht noch einmal hinzufahren, um ein paar Fotos zu machen.
Doch dazu später, denn erst ging es noch nach Sentosa Island. Am 4. September hatten wir einige Besichtigungstermine für Wohnungen, damit ich erst mal ein Bild bekomme, wie man in Singapore so wohnt. Der auffälligste Unterschied ist die Anzahl der Wohnräume. Ich interessiere mich eigentlich für eine Zweiraumwohnung, das bedeutet in Singapore aber zwei Schlafzimmer, also drei Räume, Küche und oftmals zwei Bäder.

Wir hatten dann also am Nachmittag etwas Zeit und begaben uns nach Sentosa Island zum Baden.
Für 3 Singaporedollar pro Person bekommt man ein Ticket, welches die Nutzung der Monorail inklusive Rückfahrt erlaubt. Der Spaziergang entlang des Strandes war erholsam und bot einige reizvolle Blicke.


Hierbei handelt es sich um eine Freilichtbühne, auf der an den Wochenenden die verschiedensten Stücke aufgeführt werden.
Natürlich gab es auch jede Menge Natur.


Dem Affen habe ich lieber keinen Zucker gegeben, man wird die Viecher dann nicht mehr los. Aber näher als drei Meter bin ich dann auch nicht herangegangen, wer weiß ...


Endlich fanden wir die passende Stelle am Strand, und ich genoss erst mal diesen Anblick. Das Farbenspiel war einfach überwältigend.


Das Bild entstand etwa um 18.30 Uhr Ortszeit. Es war herrlich, ich geriet richtig in Hochstimmung. Das Bad war trotz des anfangs recht warmen Wassers erfrischend.Die anschließende Dorade zum Abendessen rundete einen äußerst gelungenen Nachmittag perfekt ab.
Dass wir dann zur letzten Monorail - wochentags fährt die letzte um 20.40 Uhr - fast gerannt sind, erwähne ich lieber nicht.

[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Sonntag, 21. September 2008
Esplanade und Merlion
By ralfweyda, 13:57

Selbstverständlich sollte man als Besucher unbedingt einen Abstecher zum Merlion-Park  machen, um das Wahrzeichen Singapores zu besichtigen: den Merlion.

Merlion ist eine "Kreuzung" aus Meerjungfrau (Mermaid) und einem Löwen (lion). Das Fabelwesen erinnert an eine Sage zur Stadtgründung Singapores. Irgendwann im 14. Jahrhundert kam ein hinduistischer Prinz aus Sumatra, der wegen der Heirat einer buddhistischen Prinzessin flüchten musste, nach Singapore, dass damals noch Temasek hieß. Im Dschungel sah er einen Löwen, gegen den er kämpfen wollte. Angeblich haben sie sich in die Augen gesehen, worauf der Prinz von seinem Vorhaben abließ. Weil er aber beeindruckt von seinem Erlebnis war, nannte er Temasek fortan Singapore - Löwenstadt. Soweit die Sage.
Die Statue dieses Fabelwesens steht an der Mündung des Singapore River.

Im Hintergrund rechts kann man eine Hälfte des Esplanade sehen. Esplanade ist das Kultur-Kongress-Zentrum-Opernhaus-Theater-Kino-Multifunktionsgebäude und sieht aus wie zwei Schildkröten-Panzer.
Hier mal von einer anderen Stelle aus fotografiert.

[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Financial District Area
By ralfweyda, 13:36

Als "ganz wichtig" hatte ich mir in meiner privaten Vorhabenliste die Besichtigung des Financial Districts von Singapore und der angrenzenden Gebiete wie Marina und den Merlion-Park vorgemerkt. Bei meinem ersten Besuch in Singapore hatte ich es ja nicht bis dahin geschafft.
Die Hochhäuser sind ja schon ein paar mal von Weitem abgelichtet worden, aber wesentlich spektakulärer für mich als Kleinstädter ist es, direkt am Fuße eines solchen Gebäudes zu stehen.


Das ist der Capital Tower, 168 Robinson Road.
Auch inmitten dieser Ansammlung aus Glas, Stahl und Beton findet man jede Menge Grün.
Mich überrascht auch immer wieder, dass man auch historische oder historisch anmutende Gebäude dort findet, wo man sie eigentlich nicht erwartet hätte.


Das Ensemble beherbergt eine große offenen Halle mit dem Flair eines Kirchenschiffes. Es dient einem einzigen Zweck: die Geschmacksknospen der Besucher mit Leckereien allererster Güte zu verwöhnen und für einen moderaten Preis die Mägen zu füllen.


Die Tische waren größtenteils noch leer, denn es war erst kurz vor 17 Uhr. Als wir dann auf dem Rückweg wieder reinschauten, um zu speisen, sah das dann schon anders aus. Aber richtig Betrieb ist dann immer erst so ab 22 Uhr ...

[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Donnerstag, 18. September 2008
Durian ...
By ralfweyda, 20:27

Der Weltfriedenstag war erst mal angefüllt mit Arbeit. Nur nebenbei, denn über Arbeit zu berichten ist ja langweilig: Wir haben einige wichtige Vorbereitungen für den Start treffen können und erfolgreich ins Laufen gebracht.

Natürlich hielt auch dieser Tag ein besonderes Erlebnis bereit. Die schon fast obligatorische Einladung zum Essen meine ich nicht, sondern ein Highlight davor.
Auf dem Weg zum Restaurant führte uns unser Freund und Partner zu einem kleinen Verkaufsstand mit seltsam aussehenden Früchten.



Nach Auskunft meines Begleiters heißt diese Frucht "Durian". Sie soll sehr beliebt sein, allerdings nicht bei allen Menschen. Es heißt, man wird sie entweder lieben oder hassen. Dazwischen soll es nichts geben.
Jetzt konnte ich auch den eigentümlichen Geruch zuordnen. Irgendwie eine Mischung aus sehr fruchtig, sehr scharf und ein wenig Verwesung schien auch dabei zu sein. Insgesamt nahezu unbeschreiblich.

Die Frucht wurde mit einem scharfen Beil geöffnet. Das Fruchtfleisch umschloss einen etwa pflaumengroßen Kern, hatte eine weiche Konsistenz und fasste sich recht unangenehm an.



Insgesamt lagen je Frucht wohl etwa 6 bis 7 solcher Kerne darin. Die Textur des Fruchtfleisches war auch erst mal sehr gewöhnungsbedürftig, weil sehr weich. Etwa wie Schmelzkäse, der zu lange in der Sonne lag ...

Wer den Geruch nicht mag, soll sich beim Essen lieber die Nase zuhalten, wurde mir empfohlen. Ich war tapfer und hielt mir die Nase nicht zu, dafür aber die Luft an.
Es schmeckte! Es schmeckte sogar sehr gut. Nur eben die weiche Konsistenz und der Geruch halten mich davon ab, diese Frucht zu lieben.

Nachdem ich insgesamt 4 solcher Stücken verzehrt hatte, verriet man mir noch, dass man den Geruch noch zwei Tage später wahrnehmen kann ...
Es war an dem.

Mir fiel ab dem nächsten Tag auf, dass in sehr vielen Institutionen und Firmen das Mitbringen dieser Früchte verboten ist.

Das anschließende Abendessen entschädigte für alles, der scharfe Fisch räumte mit Durian gründlich auf, nur das anschließende "Bäuerchen" erinnerte mich sofort wieder daran.
Erwähnenswert ist noch, dass das Restaurant eine eigene Brauerei betreibt und mehrere Sorten braut, unter anderem ein wunderbar frisches Hefeweizen.


[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Mittwoch, 17. September 2008
Sehenswürdigkeiten
By ralfweyda, 19:12

Bei den Erkundungen am Sonntag traf ich auf ein paar wirkliche Sehenswürdigkeiten. Es ist schon überraschen und beeindruckend, wenn man entlang der Häuserzeilen schlendert und seinen Blick in eine Seitenstraße schweifen lässt.


Bemerkenswert ist der durchweg ausgezeichnete Erhaltungszustand der historischen Gebäude.
Früher schon einmal hatte ich die besondere Mischung und das friedliche Nebeneinander der unterschiedlichsten Glaubensrichtungen und Konfessionen angesprochen. Nur ein paar Straßen weiter findet sich dann diese Perle:



Es handelt sich um den Sri Krishnan Tempel.
Eine weitere Sehenswürdigkeit geriet mir eher zufällig vor die Optik, und es war auch ziemlich schwierig, in der kurzen Zeit ein zufriedenstellendes Foto zu machen:



Ich bin der Meinung, dass der Sonnenblumenanbeter wohl kaum als Rocker durchgehen kann, aber lustig anzuschauen war es allemal. An wirklich jeder denkbaren Stelle waren Sonnenblumen befestigt.

Vielleicht sehe ich ihn ja mal wieder ...

Das nächste Gebäude ist nicht so sehr wegen seines Baustils der Hingucker, sondern eindeutig wegen der vielen bunten Fensterläden.



Richtig geschmunzelt habe ich ja, als ich rausbekam, um welches Gebäude es sich dabei handelt: Es ist die Zentrale Polizeistation von Singapur.
Das fand ich putzig, weil mit meiner (deutschen) Sichtweise hätte ich da eher unifarbene Fensterläden erwartet.
 

[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Dienstag, 16. September 2008
Sonntag
By ralfweyda, 20:17

Ausschlafen ...
Das war zumindest der Plan, die Umsetzung war dann doch kürzer als ich es gedacht hatte. Macht nichts, so hatte ich Zeit für ein ausgedehntes Frühstück. Diesmal Western Style, weil ich fürchtete, für Fish Porridge am Sonntag morgen noch nicht genügend assimiliert zu sein. Also zog ich Rührei mit Schinken, Toast und Marmelade vor.

Nach dem Frühstück ging es dann mal kurz auf die Pirsch. Orchard Road lag ja gleich auf dem Weg und ist trotz Baugeschehens immer ein Besuch wert. Selbstverständlich auch deshalb:


So schlenderten wir durch diverse Einkaufsmeilen und -zentren.
Unterwegs habe ich auch diesen dicken Mann gestreichelt, was Glück bringen sollte.


Nachdem wir uns getrennt hatten - mein Chef hatte noch etwas anderes im Sinn - begab ich mich auf Einkaufstour nach Chinatown. Schließlich hatte ich diverse Mitbringsel versprochen.
Das Glück verließ mich tatsächlich nicht. Erst wehrte ich mich erfolgreich gegen den Kauf von & Hemden aus ägyptischer Baumwolle für 1.600 S$ (etwa 800 €), und dann bekam ich auch noch relativ günstig die Geschenke. Da dieser äußerst wichtige Punkt der Reise nun abgehakt war, konnte ich mich den Schönheiten der Stadt widmen.

Für den Abend hatten wir uns Boat Quay ausgesucht, einen meiner Lieblingsplätze am Singapore River.

Das Essen war fantastisch. Dal Makhani, Lamm und Naan-Brot, nordindisch, nicht allzu scharf, dazu frischen Fisch. Es war eine riesige Portion. Die Rechnung danach auch ...
Trotzdem meine ich, dass es sich gelohnt hat. Das tolle Essen und ein kühles Bierchen bei diesem Ausblick!

[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Montag, 15. September 2008
Wiedersehen
By ralfweyda, 21:09

Nach einem sechsstündigen Flug ohne Zwischenfälle, dafür aber mit dem gewohnt exzellenten Service der Cabin Crew der Singapore Airlines, kam ich dann am Samstag, 30. August, in Singapur an.
Es war warm, genau so, wie ich es schon kannte. Es roch alles genau so, wie ich es in Erinnerung hatte, und seltsamerweise kam mir der Gedanke, ich sei wieder zu Hause. Feixend schüttelte ich den Kopf. Die eben vorbeieilenden Stewardessen antworteten mit einem solchen Lächeln, dass ich alle Strapazen vergaß ...

Mit dem Taxi ging es dann zum Hotel. Der Taxifahrer verwickelte uns gleich in ein Gespräch über die Formel 1. Ich sollte noch erleben, dass die ganze Stadt motorsportverrückt zu sein schien und dem Rennen Ende September entgegenfiebert.

Erst mal aber Check-In im Hotel, wie gewohnt problemlos, hatten wir uns doch für das gleiche Hotel wie im Januar entschieden.
Alle Nachmittagspläne fielen aber erst mal buchstäblich ins Wasser. Der Fünf-Uhr-Regen kam früher als erwartet, und er blieb auch länger als sonst. Zu dieser Jahreszeit eigentlich ungewöhnlich.
Plötzlich läutete das Telefon. Unser Geschäftspartner war dran und entschuldigte sich wortreich, dass er unsere Ankunftszeit verwechselt habe und uns deshalb nicht abholen konnte. Nachdem ich ihn beruhigt hatte, dass es erstens nicht schlimm sei und zweitens wir ja gar nichts vereinbart hatten, musste ich ihm versprechen, mich als Wiedergutmachung zum Abendessen einladen zu lassen.

Es gab ein herzliches Wiedersehen und ein fantastisches Essen. Nach dem Essen und der Verabschiedung zog ich aber noch mal los, weil ich so aufgekratzt war und sowieso nicht zur Ruhe kommen konnte. Also schaute ich mir ein wenig die Orchard Road an.
Das Bild hatte sich gewaltig gewandelt, Baustelle reihte sich an Baustelle. Es war ein regelrechter Bauboom ausgebrochen. Selbst am Wochenende wurde fleißig gewerkelt.
Als ich so an der Fußgängerampel stand, die Stadt, ihre Geräusche, ihre Gerüche und ihre Mädchen auf mich wirken ließ, kreischten letztere auf einmal los, dass mir fast das Blut in den Adern gefror.
Ich schaute mich langsam um und sah ihn...

Ganz langsam hatte sich auf dem Fußweg ein Kran genähert und Stellung bezogen.
Noch ganz beeindruckt vom Geschrei suchte ich mir erst mal was zum Hinsetzen und genoss auf den Schreck erst mal ein Einheimisches.

Bei knapp 30°C abends um elf ist es schön gekühlt ein Genuss und schmeckt wirklich gut.
Bald schon merkte ich aber, dass der Tag doch anstrengender war, als ich mir selber eingestehen wollte. Also machte ich mich auf den Rückweg zum Hotel, der dank der günstigen Lage nicht sehr lang war.

[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Samstag, 13. September 2008
Abschied
By ralfweyda, 17:17

Auf der Fahrt von der Messe zurück in die Stadt entstand dieses Bild. Man kann die Stromleitungen sehen, die in dicken Bündeln an den Masten hängen. Teilweise sieht es so aus, als wenn jeder, der irgendwo Strom braucht, das Kabel anzapft und sich seine Strippe zieht.
Allerdings machen Erdkabel in einem Erdbebengebiet auch nicht viel Sinn.


Am Freitagabend dann waren wir zum Essen eingeladen, natürlich traditionell koreanische Küche. Ausgezeichnet! Zu meiner großen Überraschung brachte der CEO auch meinen Guide mit.
Es war ein herrlicher Abend mit guten Freunden. Die Stimmung war recht ausgelassen, was mich beim anschließenden Abschied etwas schwermütig werden ließ.
Der Rest ist schnell erzählt. Zurück im Hotel hatten wir noch mit singapurischen, taiwanesischen und deutschen Kollegen einige Gläschen Roten, bevor es dann ans Kofferpacken ging. Am nächsten Morgen, also präzise nach etwa 4 Stunden Schlaf, fuhr der Shuttle-Bus zum Flughafen Incheon.



Einerseits fiel mir der Abschied schwer, weil ich neue Freunde gefunden hatte und eine wirklich wunderbare Woche in Korea hatte. Andererseits freute ich mich aber schon auf Singapur ...

Was bleibt, ist die Erinnerung an diese schöne Zeit und ein unheimlich warmes Gefühl, wenn ich an die Menschen dort zurückdenke.
Vielleicht führt mich ja in Zukunft die eine oder andere Geschäftsreise auch mal wieder nach Korea.

Kamsamida!

[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Merkwürdigkeiten
By ralfweyda, 16:32

Am Fuße des Fernsehturms befand sich ein Zaun, der das gesamte Areal begrenzte. An diesem Zaun waren tausende und abertausende Vorhängeschlösser befestigt. Bei genauerem Hinsehen bemerkte ich, dass in den meisten Fällen immer zwei Schlösser miteinander verbunden waren. Eine Liebeserklärung, schlussfolgerte ich messerscharf.


Am nächsten Tag fragte ich meinen Freund Danny, der mir meine Vermutung bestätigte.
Beim Abmarsch vom Fernsehturm sah ich dann auch den Händler für die Vorhängeschlösser, den ich hinwärts wohl nicht so recht beachtet hatte. Der Benz auf dem Parkplatz wird wohl seiner gewesen sein ...

Die nächste Merkwürdigkeit war eine Kletterwand mitten in der City in unmittelbarer Nähe einer Straßenkreuzung.


Und ganz merkwürdig war dieser Bus. An der Seite sieht man eine Bratwurst, auf die mit Senf der Name "München" geschrieben ist. Ich war an der Stelle wohl etwas langsam, denn fast wäre der Bus enteilt ...

[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Donnerstag, 11. September 2008
Doch noch Arbeit ...
By ralfweyda, 19:21

Die nächsten Tage waren dann doch noch mit Arbeit angefüllt. Da war doch was mit einer Messe... ?
Das Messegelände KINTEX befindet sich etwa 40 Kilometer außerhalb von Seoul. Am Dienstag, dem 26. August, wurden wir von unseren koreanischen Freunden mit dem Auto vom Hotel abgeholt. An den Messetagen von Mittwoch bis Freitag gab es einen exzellent organisierten Shuttleservice mit dem Bus vom Hotel bis vor die Messehalle und zurück.



So eine Messe ist eigentlich nicht aufregend. Man steht sich mehr oder weniger die Beine in den Bauch und gibt immer wieder die gleichen Auskünfte.  Mal sehen, was wir aus den teilweise sehr interessanten Kontakten machen können.
Doch ich will mich nicht mit Details der Arbeit aufhalten.

Selbstverständlich gab es nach der Arbeit auch noch genügend Zeit für einige Sehenswürdigkeiten oder ein gepflegtes Abendessen.
So besuchten wir unter anderem den Fernsehturm von Seoul, den ich ja beim Blick aus meinem Hotelzimmer so schön vor der Nase hatte.


Im Aufzug ist die Gesamthöhe mit etwa 365 Metern angegeben. Allerdings werden da noch rund 200 Meter Berg mitgezählt . Das macht aber gar nichts, denn man hat von da oben eine wunderbare Aussicht über die Stadt.

 

[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Mittwoch, 10. September 2008
Feierabend
By ralfweyda, 20:38

Der erste "Arbeitstag" näherte sich seinem Ende. Wir hatten noch jede Menge Spaß und etliches anzuschauen. Das Postamt von Seoul zum Beispiel.

Es war schon ein imposanter Anblick. Unweit davon befindet sich das Shinsegae-Gebäude, welches die feinsten Boutiquen beherbergt. Auf dem Dach gibt es ein Restaurant und eine Dachterasse. Der grüne Tee auf Eis schmeckte vorzüglich ...
Irgendwie hatte ich dann ein schlechtes Gewissen, weil ich nichts bezahlen musste. Aber ich bekam heraus, dass es die Firmenkreditkarte war, mit der mein Guide bezahlte. Eine tolle Firma, das muss ich anerkennend sagen!

Irgendwann abends verabschiedeten wir uns, nachdem ich noch mit dem Taxi zum Hotel gebracht wurde.
Jetzt merkte ich auch, dass ich einigermaßen müde war. So genoss ich noch die Aussicht aus dem Fenster des Hotelzimmers.


[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Dienstag, 09. September 2008
Knoblauch, Knoblauch ...
By ralfweyda, 21:13

Das Essen war ein Erlebnis. So einen Tisch mit eingebautem Gasbrenner sieht man ja nicht alle Tage.

Über den Gasbrenner wurde dann eine Pfanne gestellt, die nach einer Seite etwas geneigt war, damit das Fett besser weglaufen konnte. Dann wurde das Fleisch - in unserem Falle Schweinebauch - kurz angebraten und dann mit einer Schere in mundgerechte Stücke geschnitten.

Dazu gab es jede Menge Zwiebeln und noch mehr Knoblauch. Und Kimchi in verschiedenen Varianten. Schön scharf und gutschmeckend. Das Ganze wurde dann folgendermaßen verzehrt: ein Blatt Salat wurde flach auf die Hand gelegt, darauf kam ein Stück Fleisch und auf das Fleisch ein Stück Knoblauch (etwa eine halbe Zehe!). Etwas von der roten scharfen Sauce dazu, dann eine Ladung Kimchi. Das Salatblatt wurde zusammengefaltet und in den Mund gesteckt. Köstlich!
Da es ausreichend Fleisch gab, habe ich auch ziemlich viel Knoblauch gegessen. Das ist aber normal, und am dritten Tag merkt man nicht, dass die Koreaner nach Knoblauch riechen ...

Der Kulturschock war aber, als diese junge und hübsche Frau plötzlich zu schmatzen anfing, wie ich es noch nicht gehört hatte. Ach ja, Schmatzen gehört ja zum guten Ton in Asien, also versuchte ich es auch mal. Es ist gar nicht schlimm, wahrscheinlich sogar die beste Art, seinem Gastgeber das eigene Wohlbefinden kundzutun.

Die Art, sich gegenseitig die Getränke einzuschenken, hat mir auch imponiert. Dazu hält der Eingießende die Flasche in der rechten Hand, die linke unterstützt die rechte dabei, indem man den rechten Ellenbogen greift. Man kann die linke Hand als Zeichen besonderer Wertschätzung auch auf das Herz legen. Der "Eingeschenkte" hält dem Einschenkenden das Glas mit beiden Händen entgegen.
Man gießt sich auch nie selbst ein, sondern hält seinem Gegenüber sein Glas mit beiden Händen hin als Aufforderung.
Diese Sitten waren anfangs gewöhnungsbedürftig, dann mochte ich sie aber nicht mehr missen. Besser kann man meiner Meinung nach die gegenseitige Achtung und Wertschätzung kaum ausdrücken.

Im Bild unten seht Ihr mal noch die Zutaten zum Essen.


Es sind mehrere Sorten Kimchi, eine Art scharfes Kraut, dann Zwiebeln und Knoblauch sowie Seetang. Als Beilage gab es eine Art Kartoffelpuffer.

Zum "Nachtisch" wurden grüne Chili-Schoten gereicht. Da ich ja nun vom Vortag schon abgehärtet war, habe ich mir so ein Ding zusammen mit etwas von der roten scharfen Sauce gegönnt und alle Anwesenden ein wenig beeindruckt, denn das Ding war höllisch! Tapfer habe ich aber mit dem Brennen und den Tränen gekämpft.

Ein Problem waren nur die Stäbchen. War ich doch bisher der Meinung, die Dinger einigermaßen händeln zu können. Die koreanischen Stäbchen sind jedoch aus Gründen der Schonung der Bäume nicht aus Holz, sondern überwiegend aus Edelstahl und abgeflacht. Das hat mir anfangs doch etwas zu schaffen gemacht. Aber genügend Training, und auch das klappt irgendwann.

[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Karriereversuch gescheitert
By ralfweyda, 20:46

Natürlich bot der Palast weitere Sehenswürdigkeiten. Nach der Anprobe der traditionellen Kluft versuchte ich es mal bei der Palastwache. Das klappte aus meiner Sicht recht gut, hat die Jungs aber nicht wirklich beeindruckt.

Schließlich haben sie die Wachablösung ohne mich durchgeführt. Schade, war ich doch irgendwie wieder in meinem Element! Es hilft nichts, dieser Versuch einer neuen Karriere ist wohl als gescheitert anzusehen.

Keineswegs gescheitert war die weitere Besichtigung der Palastanlage.


Alle Besichtigung endet einmal, in unserem Falle wegen akuten Hungergefühls. Bevor die Frage nach Western Style überhaupt aufkommen konnte, nahm ich allen Wind aus den Segeln, indem ich mir Korean Style wünschte.
Ziemlich zielsicher steuerte Enn-ha mit mir im Schlepptau ein kleines Häuschen an, in dessen drittem Stockwerk ein kleines Restaurant versteckt war.

[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Einfach königlich!
By ralfweyda, 19:50

Mein Guide führte mich auch zu einer der schönsten Sehenswürdigkeiten in Seoul, dem  Gyeongbokgung-Palast.

Der Eintritt kostete umgerechnet etwa 2 Euro pro Person, ein echtes Schnäppchen.
Ein besonderes Erlebnis ist die Ankleideprozedur, der man sich unterziehen kann. Bei 30°C ein schweißtreibender Spaß.

Aber es hat sich gelohnt. Sieht doch toll aus, wie ich meine Prinzessin beschütze, nicht wahr?

Natürlich bot der Palast auch noch weitere Sehenswürdigkeiten.
 
- wird fortgesetzt -

[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Kunst und Kultur
By ralfweyda, 19:30

Enn-ha führte mich durch ein Viertel, was durch eine Vielzahl von Kunstgalerien und Ausstellungen geprägt ist. So konnte ich einen Einblick in die zeitgenössische Malerei in Korea gewinnen.


In einem anderen Raum waren Aquarelle zu sehen, auf denen lauter pieselnde Menschen und Hunde zu sehen waren. Leider habe ich dort keine Fotos machen können, denn eigentlich war in der Galerie das Fotografieren verboten und dort passte jemand auf.
Trotzdem kam der Spaß auch hier nicht zu kurz.



[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Überraschend kurzer Arbeitstag
By ralfweyda, 19:06

Eigentlich hatten wir für den Montag vorgesehen, unser Equipment für den Messestand auf der NanoKorea 2008 in Empfang zu nehmen und vorzubereiten.
Doch der Veranstalter hatte andere Pläne. Der Zugang zum Messegelände war erst am Dienstag möglich, und unsere Ausrüstung sollte um 11 Uhr eintreffen.

Tja, was nun? Mein Chef wollte Dienstag morgen in Seoul eintreffen - wegen dringender Termin hatte er seinen Abflug verschoben und sich auf mich verlassen, dass ich alles regelte - und einen fertig eingerichteten Stand vorfinden. Gut, ich konnte eh' nichts daran ändern.

Also Treffen mit dem CEO unseres koreanischen Partnerunternehmens mit kurzer Vorstellung und Firmenpräsentation. Dann eröffnete mir der CEO, dass er für mich einen Fremdenführer organisiert hat, der den ganzen Tag zur Erkundung von Seouls Sehenswürdigkeiten für mich zur Verfügung stünde. Eine schöne Überraschung!

Dann ging die Tür auf, und mir blieb die Spucke weg. Der Fremdenführer war eine Sie, jung und hübsch. Im ersten Moment dachte ich, ich sei in einem Film, zweiter Gedanke an "Verstehen Sie Spaß?" ... Zu einem dritten Gedanken war ich nicht mehr fähig, denn sie lächelte mich einfach an und begrüßte mich. Einfach unglaublich!

Also gingen wir auf Erkundungstour. Es war alles dabei: Shopping, Essen, Kunst und Kultur. In kurzer Zeit erfuhr ich praktisch nebenher die wichtigsten Dinge über die koreanische Lebensart. Sie lehrte mich die Dinge, ohne belehrend zu sein.

Dafür und für die unvergesslichen und schönen Erlebnisse bin ich Dir für immer dankbar, Enn-ha!
Kamsamida!

[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Erste Eindrücke
By ralfweyda, 18:46

Nach dem Check-In im Hotel und einer kurzen Erfrischung stürzte ich mich gleich ins Gewühl. Ich dachte mir nämlich, dass ich nach einem kurzen Nickerchen nicht mehr recht in die Puschen kommen würde und verzichtete darauf. Die Temperatur von knapp unter 30°C war auch erträglich.

Danny war so freundlich, mich zu begleiten und mir ein paar erste Ansichten seiner Stadt zu vermitteln. Auf den ersten Blick sieht Seoul aus wie jede andere Großstadt auch. Dann merkte ich aber ziemlich schnell, dass man historische Gebäude und alte Bausubstanz recht selten entdeckt. Danny erklärte mir dann auch, dass die Gründe dafür hauptsächlich im Korea-Krieg zu suchen seien. Die Zerstörungen und der Geldmangel führten dazu, preiswerte Baustoffe einzusetzen und in kürzester Zeit neue Gebäude zu errichten. So sieht  Seoul für mich aus wie ein wenig planlos hingebaut. Irgendwie passt nichts richtig zusammen...

Allerdings lässt eine Tatsache das alles in den Hintergrund treten und Seoul doch in einem weicheren Licht erscheinen: die Freundlichkeit und die Gastfreundschaft der Koreaner. Ich sage es gleich vorweg, so wohl habe ich mich selten gefühlt, höchstens noch in Singapore!

Nach einer ersten Besichtigung der übliche Einkaufsmeile

ging es zum Namdaemun-Markt. Dieser Markt soll rund um die Uhr geöffnet sein, was aber offenbar nicht für alle Händler zutrifft.  Man findet auch hier alle möglichen Produkte, die man meistens nicht braucht.

Wenn man die Namen der Straßen oder wichtigen Gebäude kennt, kann man sich im Straßengewirr fast nicht verlaufen, denn überall sind solche Hinweisschilder in der Straße eingelassen:

Das erinnerte mich gleich an die Gullydeckel in Singapore ...

Nach einem ersten Ausflug war ich dann doch hungrig, also kehrten wir ein. Danny fragte mich, ob ich Western-Style bevorzugen würde. Meine Anwort darauf war eine Gegenfrage: "Meinst Du wirklich, ich reise um die halbe Welt, um hier in Korea Burger mit Cola oder Steak mit Fritten zu konsumieren?"
Grinsend nickte er nur kurz und schon standen wir in einem traditionellen koreanischen Restaurant. Aus Rücksicht auf mich wählte er einen richtigen Tisch mit Stühlen aus. Traditionell sind die Tische so hoch wie Bänke, man zieht die Schuhe aus und sitzt auf dem Fußboden. Das wollte er mir dann doch noch nicht zumuten.

Feeuuueeer!!! Hiiiilfeee!!! Schaaaarf!!!
Mein Gott, da hätte er mich aber drauf vorbereiten sollen. Als nach etwa 10 Minuten meine Stimme wieder kam, sagte - oder besser krächzte - ich ihm das auch, worauf sein Grinsen noch etwas breiter und freundlicher wurde.
Nach und nach kehrte der Geschmackssinn wieder  zurück und es wurde noch ein ganz fantastisches Mahl. Der viele Knoblauch stimmte mich milde.

Nach einem großen Eis


für große Jungs ging es dann zurück zum Hotel. So hatte ich doch noch einen recht angenehmen Sonntag.

[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]


Nun also Korea ...
By ralfweyda, 18:10

Liebe Leser,

meine Erlebnisse bisher und die geplanten weiteren Aktivitäten haben mich dazu veranlasst, meinen Horizont zu erweitern und den Blog-Titel zu ändern. Denn neben Singapur und Malaysia habe ich nun ein weiteres Land in Asien erleben dürfen: Korea.

In wenigen Tagen schon geht es wieder los, und dabei werde ich Vietnam besuchen. Da erschien mir der Titel "Abenteuer Singapur" doch etwas zu eng.

Nun also Korea ...

Die übliche Aufregung vor einer solchen Reise hatte mich natürlich wieder erfasst. Ein paar Bierchen am Vorabend halfen kaum über eine relative Schlaflosigkeit hinweg.
So begab ich mich am 23. August nach knapp 4 Stunden Schlaf doch ziemlich müde auf den Weg, diesmal mit dem Zug bis nach Frankfurt zum Airport. Ich tröstete mich mit dem Gedanken, im ICE vielleicht etwas Schlaf nachholen zu können. Allerdings klappte das irgendwie nicht so recht. Also organisierte ich mir, nachdem ich meinen Koffer abgegeben hatte, erst mal einen Kaffee.
Das klappte recht problemlos, die Suche nach einer Sitzgelegenheit eher nicht. Die wenigen Plätze, die frei waren, sahen ziemlich verdreckt aus. Irgendwie regte mich der Dreck an, weiter Ausschau zu halten ...
Mich an die Airports Changi (Singapore), KLIA (Kuala Lumpur) und Incheon (Seoul) erinnernd muss ich sagen, dass der Flughafen in Frankfurt mit Abstand der dreckigste Airport ist. Wenig schmeichelhaft und durchaus beschämend für Deutschland und für Besucher möglicherweise abschreckend.

Aber ich will lieber mit den positiven Erlebnissen fortfahren. Dazu gehört wieder der üblich exzellente Service des Augenschmaus-Personals bei Singapore Airlines. Das Essen war wieder vorzüglich, und alle 10 Minuten einen Drink bestellen wird auch noch mit einem solchen Lächeln belohnt, dass mein Hals gleich wieder trocken wurde.

So verging auch dieser Flug buchstäblich wie im Flug und ich fand mich recht pünktlich in den frühen Morgenstunden des 24. August in Singapore wieder. Nach knapp eineinhalb Stunden Zwischenstopp saß ich in der nächsten Maschine nach Seoul.
Nun merkte ich, dass ich doch recht müde war, hatte ich doch bis Singapur kein Auge zugetan. Da das letzte Frühstück erst zwei Stunden zurücklag, schloss ich also die Augen und war sofort weg. Irgendwie hatte ich dann auch das Mittagessen verpasst, was aber bei meinen Reserven weniger tragisch ist.

Nach weiteren sechs Flugstunden, von denen ich kaum etwas mitbekam, erreichte ich also Seoul. Die Einreiseformalitäten waren völlig unkompliziert, die Gepäckkontrolle traf den Reisenden vor mir in der Schlange. Aber ich hatte ja sowieso nichts zu befürchten.

Mein "Kontaktmann" Danny erwartete mich programmgemäß mit einem Schild, auf dem er in sehr schöner Handschrift meinen Namen geschrieben hatte. Das war auch gut so, schließlich kannte ich ihn ja gar nicht von Angesicht.

So kam ich dann nach insgesamt 27 Stunden Reise- und Aufenthaltszeit in Seoul im Hotel an. Wie man mir später sagte, soll das "Millenium Hilton" das beste Haus in Seoul sein ...

[Kommentare (0) | Kommentar erstellen | Permalink]




Kostenloses Blog bei Beeplog.de

Die auf Weblogs sichtbaren Daten und Inhalte stammen von
Privatpersonen. Beepworld ist hierfür nicht verantwortlich.

Navigation
 · Startseite
Login / Verwaltung
 · Anmelden!
Kalender
« September, 2008 »
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930     
Kategorien
Links
RSS Feed