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Donnerstag, 18. September 2008Der Weltfriedenstag war erst mal angefüllt mit Arbeit. Nur nebenbei, denn über Arbeit zu berichten ist ja langweilig: Wir haben einige wichtige Vorbereitungen für den Start treffen können und erfolgreich ins Laufen gebracht.
Natürlich hielt auch dieser Tag ein besonderes Erlebnis bereit. Die schon fast obligatorische Einladung zum Essen meine ich nicht, sondern ein Highlight davor.
Auf dem Weg zum Restaurant führte uns unser Freund und Partner zu einem kleinen Verkaufsstand mit seltsam aussehenden Früchten.

Nach Auskunft meines Begleiters heißt diese Frucht "Durian". Sie soll sehr beliebt sein, allerdings nicht bei allen Menschen. Es heißt, man wird sie entweder lieben oder hassen. Dazwischen soll es nichts geben.
Jetzt konnte ich auch den eigentümlichen Geruch zuordnen. Irgendwie eine Mischung aus sehr fruchtig, sehr scharf und ein wenig Verwesung schien auch dabei zu sein. Insgesamt nahezu unbeschreiblich.
Die Frucht wurde mit einem scharfen Beil geöffnet. Das Fruchtfleisch umschloss einen etwa pflaumengroßen Kern, hatte eine weiche Konsistenz und fasste sich recht unangenehm an.

Insgesamt lagen je Frucht wohl etwa 6 bis 7 solcher Kerne darin. Die Textur des Fruchtfleisches war auch erst mal sehr gewöhnungsbedürftig, weil sehr weich. Etwa wie Schmelzkäse, der zu lange in der Sonne lag ...
Wer den Geruch nicht mag, soll sich beim Essen lieber die Nase zuhalten, wurde mir empfohlen. Ich war tapfer und hielt mir die Nase nicht zu, dafür aber die Luft an.
Es schmeckte! Es schmeckte sogar sehr gut. Nur eben die weiche Konsistenz und der Geruch halten mich davon ab, diese Frucht zu lieben.
Nachdem ich insgesamt 4 solcher Stücken verzehrt hatte, verriet man mir noch, dass man den Geruch noch zwei Tage später wahrnehmen kann ...
Es war an dem.
Mir fiel ab dem nächsten Tag auf, dass in sehr vielen Institutionen und Firmen das Mitbringen dieser Früchte verboten ist.
Das anschließende Abendessen entschädigte für alles, der scharfe Fisch räumte mit Durian gründlich auf, nur das anschließende "Bäuerchen" erinnerte mich sofort wieder daran.
Erwähnenswert ist noch, dass das Restaurant eine eigene Brauerei betreibt und mehrere Sorten braut, unter anderem ein wunderbar frisches Hefeweizen.
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