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Abenteuer Asien


Sonntag, 29. November 2009
Es weihnachtet sehr!
By ralfweyda, 04:45

Vor einigen Tagen hatte ich es ja schon einmal angedeutet: die Stadt hat sich fein gemacht für das bevorstehende Weihnachtsfest. Hier in Singapore gibt es dafür nur einen Tag, den 25. Dezember. Christmas Day ist auch hier ein gesetzlicher Feiertag.
Für den normalen Mitteleuropäer ist ja eine Weiße Weihnacht schon eine Seltenheit geworden, wenn man nicht gerade im Hochgebirge wohnt. Aber hier...



Es war gestern gegen neunzehn Uhr, als ich mich auf den Weg in die City machte. Die Bahn selbst war noch recht übersichtlich gefüllt, als ich dann aber an der Somerset Station zurück an die Erdoberfläche kam, war ich sofort von einer Unmenge Leute eingekesselt. Ich hatte den Eindruck, dass die Hälfte der Einwohner auf der Orchard Road zu Fuß unterwegs war. Die andere Hälfte saß in den Autos und verstopfte die Straßen...



Wirklich, sie hatten sich Mühe gegeben, die Orchard Road in festlichem Glanz erstrahlen zu lassen. An jeder Ecke und aus jedem Laden schallte mir die weihnachtliche Musik entgegen. Es war die altbekannte Mischung aus Schimmelpelz, White Christmas und der Werbung für eine braune Limonade.


Natürlich ist auch der Spielzeugladen für Erwachsene entsprechend dekoriert...

Ich ging also gemächlich in Richtung Orchard Plaza zu dem von mir bevorzugten Foodcourt, denn ich war ziemlich hungrig. Gemächlich deshalb, weil ich vor Leuten kaum treten konnte und mir so nichts anderes übrig blieb, als mich der Geschwindigkeit anzupassen. Endlich angekommen, gönnte ich mir Stingray, zwei gegrillte Stechrochenfilets mit scharfer Kruste, und dazu einen kleinen Teller Hong Kong Noodles.

Nach dem Essen begab ich mich also auf die Suche nach der weihnachtlichen Stimmung und Vorfreude. Darüber geriet ich schnell, sicher auch wegen der Menschenmassen, ins Schwitzen. So würde das wohl nichts werden mit Weihnachtsstimmung, dachte ich bei mir. Amüsiert schaute ich zu, wie die Leute in kurzen Hosen vor der Dekoration posierten...



Irgendwie wollte sich einfach nicht die richtige Stimmung bei mir einstellen. Hier kollidierten zwei Welten. Soweit bin ich wahrscheinlich noch nicht angepasst, dass ich Weihnachten bei dreißig Grad im Schatten toll finden kann. Da tröstet höchsten noch die Aussicht, dass die Weihnachtsengel hier nicht so viel anhaben dürften.
Und plötzlich war der ganze Trubel unter den beleuchteten, immergrünen Laubbäumen mit den aufdringlichen Werbebotschaften verschiedener Hersteller nur noch eine große kitschige Verkaufsveranstaltung.
Ich werde mal meine Freunden hier Bilder von einer deutschen kitschigen Verkaufsveranstaltung, einem typischen Weihnachtsmarkt zeigen, mal sehen, was sie dazu sagen...



Für mich bleibt eine festlich mit unzähligen Lichtern geschmückte Straße. Die Vorfreude ist da, denn ich besteige in achtzehn Tagen und ein paar Stunden den Flieger nach Hause.
Erste Maßnahme: wir besuchen einen deutschen Weihnachtsmarkt!

Bis neulich!

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Freitag, 27. November 2009
Feiertag
By ralfweyda, 10:56

Heute ist Hari Raja Haji. Das ist ein muslimischer Feiertag und wird alljährlich am zehnten Tag des letzten Monats nach dem muslimischen Kalender gefeiert. Er ist der Ausklang der jährlichen Haj, der Pilgerungen der Moslems nach ihrer heiligen Stadt Mekka.
Diesen Feiertag nahm ich mir also erst einmal zum Anlass, mich richtig auszuschlafen. Jetzt ist es schon fast abends, und ich wollte eigentlich in Richtung City aufbrechen, um ein paar Fotos von der weihnachtlichen Dekoration der Straßen und Plätze zu machen. Doch irgendwie scheint sich die Regenzeit nun mit Macht durchzusetzen, denn es ging soeben ein mächtiges Gewitter nieder, natürlich mit dem kräftigen Regenschauer, wie er hier in dieser Region üblich ist. So kommen dann innerhalb einer Stunde Wassermassen vom Himmel, die man so in den gemäßigten Breiten in einer Woche kaum sieht.
Da kann es schon mal vorkommen, dass eine Tiefgarage komplett von Schlamm und Wasser geflutet wird, einschließlich der darin abgestellten Fahrzeuge.



Auch vor diesem Ferrari F430 Coupe machte der Schlamm keinen Halt. Die Zeitung berichtete am letzten Sonntag darüber. Auch, dass der Wagen mehr als sechshundertfünfzigtausend Singapurdollar gekostet hat und erst sechs Wochen alt war. Wobei die Zeitung dabei wohl den Besitzer vor Neid schützen wollte, denn für einen Ferrari löhnt man hier mindestens eine Million, wie mir mehrere Eingeborene versicherten.
Wie dem auch sei, der Besitzer kann wohl gelassen mit der Malaise umgehen, denn es soll sich um einen Firmenwagen handeln, der damit auch versichert sei. Schöner Wagen, aber mein Mitgefühl hält sich in Grenzen...

Ja, nun warte ich, dass das Wetter wieder etwas besser wird, um doch noch irgend etwas zu unternehmen. Wahrscheinlich wird es aber nur ein kurzer Abstecher zum 688 Eating House mit ein paar Bierchen, schließlich ist Freitag. In der Zwischenzeit könnt Ihr Euch ein kleines Video vom Regen auf Youtube ansehen. Doch Vorsicht, es ist nicht für Melancholiker geeignet...

www.youtube.com/watch?v=eOyUnN1HKfQ

Ich werde wohl meinen Ausflug in die City auf morgen verschieben, was aber kaum einen Unterschied darstellt. Feiertags und am Wochenende sind immer jede Menge Leute unterwegs, dass man kaum treten kann.
Doch davon lasse ich mich nicht abhalten, auf die Jagd nach ein paar verrückten Schnappschüssen zu gehen. Japanische Touristen in kurzen Hosen vor einem Weihnachtsbaum sehen zu drollig aus...

Bis dahin noch ein Foto vom Regen.

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Sonntag, 22. November 2009
Leckerei am Wochenende
By ralfweyda, 14:41

Schön, dass wieder eine Woche ins Land gegangen ist. Ganz ehrlich, so langsam wird es Zeit, dass ich wieder mal nach Hause kann. So verwundert es wohl nicht, dass ich die Tage bis zum Abflug zähle. Auf meinem Schreibtisch steht ein kleiner Kalender, auf dem ich nach der Art des singapurischen Militärs die "gedienten" Tage abstreiche...

Da ja nun auch die Weihnachtstage vor der Tür stehen, habe ich schon mal einige Dinge eingekauft. Ein paar Pashmina-Schals für die Arbeitskolleginnen und Freundinnen meiner Frau, ein paar Bücher für mich und ein Netbook. Meine Beste bedauert immerzu, dass sie bei der Unterhaltung mit mir über Skype an den PC im Arbeitszimmer gebunden ist und so nebenbei nicht so richtig was erledigen kann. Also habe ich mal geschaut und als Ergänzung so ein kleines Teil angeschafft. Bei dem sagenhaft günstigen Angebot eines großen Internethändlers (der Name beginnt mit "A"...) musste ich zuschlagen, auch wenn mir als Pinguinjünger das installierte System nicht so zusagt.
Das hat aber auch sein Gutes, denn so hatte ich in der Freizeit etwas zu tun und habe mir ein paar Distributionen geladen, um sie zu testen. Nebenbei habe ich auch die Aufgabe, einen bootfähigen USB-Stick zu bauen, ganz simpel gelöst. Wenn ich nach Hause komme, wird der Kleine also ordentlich rangenommen...

Nach dem ganzen Stress war ich irgendwie hungrig. Und irgendwie wollte ich mir zur Abwechslung etwas Besonderes leisten. Also machte ich mich fein und fuhr mit der Bahn in Richtung City.
An der Station Raffles Place verließ ich die Bahn. Mein Weg führte mich direkt zu Lau Pa Sat, dem schnuckeligen und bekannten Foodcourt. Doch diesmal wollte ich nicht hinein und die allseits bekannten Speisen haben. Nein, ich ging direkt zur Rückseite, wo sich die Satay-Grillbuden befinden. Jeden Abend um neunzehn Uhr wird eine gesamte Straße, die Boon Tat Street direkt hinter dem Foodcourt, für den Verkehr gesperrt. Dann werden Tische und Hocker auf die Straße gestellt, am Straßenrand stehen dann die Brutzelstände, und eifrige Verkäufer versuchen, ihre Satay anzupreisen.



Ich wollte wieder einmal der Fleischeslust frönen, also ließ ich mich nicht lange bitten. Ich dachte so an zehn bis fünfzehn von den kleinen Spießen. Sie gibt es in der Regel von Hähnchenfleisch, Schweinefleisch, Rindfleisch oder Lamm. Ich bevorzuge Lamm, Rind und Hähnchen. So dachte ich bei mir, von jeder Sorte fünf Stück wären wohl ausreichend.
Nun, es kam ein wenig anders. Der nette junge Mann bot mir zwei verschiedene Menüs an, einmal mit vierzig Spießen oder die Sparvariante mit nur zwanzig Spießen...
Es waren von meinen bevorzugten Fleischsorten jeweils fünf, und dazu noch einmal fünf mit Prawns, also Garnelen. Das machte mich neugierig, und so entschied ich mich für das Set B.
Die Wartezeit vertrieb ich mir, indem ich den Meistern bei ihrer Arbeit zusah.



Mir schien, dass die kleinen Schmeckerchen richtig ordentlich Feuer brauchten...
Dann war es soweit, ich bekam mein Essen. In der Zwischenzeit hatte ich mir auch noch einen Jug Bier bestellt, und bis die Garnelen fertig waren, ließ ich mir schon mal ein paar Satay schmecken.



Dass die Garnelen so groß waren, hatte ich nicht erwartet. Allerdings machte ich mir nun keinerlei Gedanken mehr, ob ich denn auch satt würde.
Um es gleich zu sagen: die Garnelen waren köstlich! Frisch gegrillt und mit einer richtig scharfen Chilisoße bestrichen. Vielleicht mag sich der Eine oder Andere fragen: Wie isst man die Dinger nun? Ich mache es ganz einfach. Ich mag die Köpfe mit den Augen nicht so, also mache ich sie ab. Das geht ganz leicht mit den Fingern, einfach kurz entschlossen abdrehen. Übrig bleibt dann der Körper mit den Beinchen und dem Schwanz, in dem das eigentlich Verwertbare steckt. In dieses Hinterteil beiße ich nun einfach herzhaft hinein und kaue alles ordentlich durch, die unverdaulichen Schalen pule ich mir dann zwischen den Zähnen wieder heraus...
Ganz am Anfang hatte ich mal versucht, die Garnelen quasi auszupellen. Weil das meist zu einer Sauerei gerät, lasse ich das und beiße einfach so hinein. Es ist wesentlich sauberer so und geht auch noch viel schneller. Dass man hier seine Speisereste auf dem Tisch platziert, hatte ich ja gleich am ersten Tag mitbekommen. So sah es dann "nach der Schlacht" auch sehr zünftig aus auf meinem Tisch.



Es war wirklich ein Genuss! Die Garnelen hatte ich so noch nicht probiert, sie waren eine Offenbarung. Die Satay möchte ich vorsichtig als die Besten bezeichnen, die ich in Singapore bis jetzt bekommen habe. Besser geschmeckt haben sie bisher nur in Kuala Lumpur. Von dem recht hohen Preis - ich bezahlte neunzehn Singaporedollar für das Essen - sollte man sich nicht schrecken lassen, der Genuss ist unbezahlbar!
Äußerst zufrieden machte ich mich irgendwann wieder auf den "Heimweg".

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Sonntag, 15. November 2009
Zeitvertreib
By ralfweyda, 10:55

Glücklicherweise muss ich mir für die normalen Arbeitstage überhaupt keine Gedanken machen, wie ich meinen Zeitvertreib gestalte. Morgens geht es gegen acht Uhr ins Büro, wo eigentlich jeder Tag mit Arbeit angefüllt ist. Wenn Kundentermine anstehen, verbinde ich diese immer mit einem Mittagessen außerhalb, wegen der Abwechslung. Bin ich jedoch den ganzen Tag im Büro, dann kaufe ich ein wenig für das Frühstück ein und genieße das Mittagessen in der Kantine, die runde zehn Minuten entfernt ist, wenn man gemütlich läuft.


Ein Teil des Fußweges zur Kantine. Die Brücke ist die Verbindung zwischen den beiden Blocks. Hinter der Glasfassade kann man die gelben Stühle der Kantine erkennen.


Abends dann wie gehabt die Einkehr ins 688 Eating House.  Allerdings ist es mir schon ein paar Mal passiert, dass ich mal ein klassisches Abendbrot zu Hause genieße, weil ich im Supermarkt Westfälisches Landbrot, Leberwurst, Salami und Gouda eingekauft habe. Manchmal sehne ich mich auch nach solchen Sachen...

An den Wochenenden nehme ich mir eigentlich immer vor, irgend wohin zu fahren. Meist verbinde ich das mit Einkaufen, beispielsweise in Chinatown. Meist ist der Grund jedoch, dass ich einfach mal Appetit auf eine andere Küche habe.
Und am Besten ist es natürlich, Chinatown mit einem fachkundigen Führer kulinarisch zu erkunden.
Nun, an einem solchen Führer mangelt es nicht. Ich lernte einen waschechten Chinesen kennen. Chen Kai stammt aus dem Norden Chinas und lebt seit fünf Jahren in SIngapore. Mit ihm hatte ich mich verabredet, samstags nach Chinatown zum Essen zu fahren.


Zu dieser Zeit wird das Mid Autumn Festival gefeirt, und die Straßen in Chinatown sind festlich geschmückt.

Wir besuchten ein original chinesisches Restaurant und bestellten jede Menge verschiedener Speisen. Das Bier der Marke Tsingtao schmeckt ganz gut, wir teilten uns eine Flasche. Das Essen bestand aus kaltem Hähnchenfleisch, einer gewöhnungsbedürftigen Nudelsuppe, gekochtem Rindfleisch in einer öligen und höllisch scharfen Brühe und und und...
Es war eine Orgie. Ich war so satt hinterher, dass ich meinte, nie wieder Fleisch zu brauchen. Aber der Genuss war vollkommen. Folgerichtig verabredeten wir uns für das folgende Wochenende wieder. Diesmal wollte ich etwas mehr Fisch bestellen, und zwischendurch auch mal das Lokal wechseln. Es hat ganz ordentlich geklappt. Im ersten Restaurant, dass innen ganz mit Bambus ausgekleidet war, hatten wir eine köstliche Fischsuppe mit ein paar Appetitshäppchen davor und ein paar guten Verdauungstropfen hinterher. Dieser traditionelle Wein hat ein paar Umdrehungen mehr und wird nur in kleinen Kännchen ausgeschenkt. Es gab noch grünen Tee dazu, ein perfektes Mahl...



Im zweiten Restaurant, dass von der Speisekarte dem Norden Chinas zugeordnet werden kann, bestellten wir nun doch wieder etwas Rindfleisch und Ente. Das Angebot an Fisch war nicht so umwerfend, aber mein Freund Kai machte mich auf eine Spezialität aufmerksam, die ich mir nicht entgehen lassen sollte. Gehört hatte ich ja schon die tollsten Lobpreisungen, auch die Franzosen lieben ja diese Delikatesse: Frosch!
Ich war neugierig und überwand alle Bedenken. Es waren nicht nur Froschschenkel in der Suppe, sondern richtige mehr oder weniger kleine Wänster. Augen zu und durch, war das Motto... Lecker! Köstlich!
Angesichts der Kreaturen, die ich lebend im Wet Market in ihren Käfigen gesehen hatte, war der herrliche Geschmack schier unglaublich! Wer noch mal schauen will, weiter hinten hatte ich ein Foto der Frösche eingestellt.
Satt und äußerst zufrieden machten wir uns auf den Heimweg. Angesichts des Genusses war der Preis von etwa sechzig Euro für zwei Personen zu verschmerzen. Und jedes Wochenende findet ein solches Fest auch nicht statt.

Nur, irgendwie komme ich mit dem Abnehmen nicht so richtig voran...

Und dann werfen die nächsten Feierlichkeiten schon ihre Schatten voraus.



Dazu aber später mehr.

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Sonntag, 08. November 2009
Alltag? Noch nicht ganz...
By ralfweyda, 10:41

Liebe Leser,

es tut mir wirklich Leid, Euch so lange ohne Nachrichten gelassen zu haben. Dabei gab es schon einige Ereignisse, über die es zu berichten lohnt.
Zuerst einmal war ich im September wieder in Deutschland zu einem Kurzbesuch. Der hatte diesen Namen tatsächlich verdient, waren es doch nur knapp zehn Tage, die ich zu Hause war.
Der Flug war diesmal auf Malaysia Airlines gebucht, aus schnöden monetären Gründen. Deshalb nahm ich auch den Umweg über Kuala Lumpur in Kauf, der den Flug selbst um reichlich zweieinhalb Stunden gegenüber einem Direktflug Singapore-Frankfurt verlängerte. Alles in allem aber akzeptabel, was in dem günstigen Preis von 955 Singaporedollar mehr als zum Ausdruck kommt. Für die Nachrechner: der damalige Kurs betrug 1 EURO = 2,04 SGD...
Um es kurz zu machen, das Entertainment-Angebot war sehr gut, das Essen war sehr gut, der Service war sehr gut. Sollte sich mal jemand mit der Frage herumplagen, ob mensch denn Malaysia Airlines buchen könne, hier meine Antwort: mensch kann, und wenn mensch ein wenig auf das liebe Geld schauen muss, sollte er sogar.

Der Rückflug war diesmal überhaupt nicht frustrierend, da ich liebe Begleitung hatte. Meine Frau und meine jüngere Tochter sind mit mir geflogen und haben ihren Urlaub in Singapore verbracht.
Ich hatte nun noch einmal zehn Tage Zeit, ihnen die schönsten und beeindruckendsten "Ecken" Singapores zu zeigen. Natürlich gehörten der Zoo, die Night Safari und Jurong Bird Park genau so zum Repertoire wie Sentosa Island mit Underwater World.

Jurong Bird Park ist nach eigener Werbung der größte Vogelpark der Welt. Ich habe das jetzt nicht nachgeprüft, angesichts der schönen Anlage ist das aber auch zweitrangig, meine ich jedenfalls.


Ein Besuch ist aber in jedem Fall sehr zu empfehlen. So nah kommt man den Tierchen sonst nicht, wenn man zusammen mit ihnen in der gleichen Volière herumspazieren kann.



Von der Night Safari gibt es leider keine Fotos, weil es unmöglich ist, ohne Profi-Ausrüstung nachts aus der Bewegung scharfe Fotos ohne Blitzlicht zu schießen. Dessen Gebrauch ist wegen der Schreckhaftigkeit der wilden Kreaturen nicht empfehlenswert. Und anderthalb Tonnen Rhinozeros bremsen vor dem Wagen wahrscheinlich nicht plötzlich ab. Also habe ich es lieber nicht darauf ankommen lassen...

Dafür gibt es hier eine Impression aus der Bonsai-Abteilung des Chinese Garden:

Chinese Garden ist ein sehr lohnenswertes Ausflugsziel, wenn man es etwas ruhiger mag und der Großstadthektik entfliehen will. Es sind einfach viel weniger Leute hier als an den anderen interessanten Plätzen. Und irgendwie sind sie hier auch nicht so laut.


Wir haben Little India besucht, in Chinatown Einkaufsbummel gemacht und die Arab Street gesehen. An der Ostküste waren wir auch und haben das legendäre East Coast Seafood Village besucht. Die Butter Sotong, gebackene Tintenfischringe und Mini-Oktopusse, waren köstlich, genauso wie die Chicken Wings...


Zum Abendessen gab es dann die unvermeidliche Black Pepper Crab.

Überhaupt haben wir jede Menge Food Courts besucht. Nicht so sehr die teuren Restaurants, sondern eher die typischen lokalen Makan Places, in denen man Touristen seltener antrifft. Makan ist malaiisch für Essen, und das haben wir ausgiebig genossen. Absoluter Favorit waren die Butter Sotong, Hähnchenflügel - Hong Kong Style Chicken Wings - und ein herrliches Gemüse namens Baby Kai-lan, welches dem Blattspinat ähnelt und kurz angebraten wird. Dabei wird mit Knoblauch nicht gespart... Hmmm...

Natürlich war die Zeit wieder einmal zu schnell vorbei. Andererseits hat man nach knapp zwei Wochen auch so ziemlich alle touristischen Sehenswürdigkeiten durch.

Nun bin ich seit Oktober wieder allein. So hat die Routine mich fest im Griff. Es gibt trotzdem noch einige Erlebnisse und Highlights, über die es zu berichten lohnt, ich sortiere gerade die Fotos und die Fakten. Es geht wieder weiter hier...



Beste Grüße aus Singapore,

Ralf

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