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Abenteuer Asien


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Samstag, 01. November 2008
Selamat datang!
By ralfweyda, 11:37

Am nächsten Tag, dem 8. Oktober 2008, sollte es zur nächsten Station unserer Reise gehen: Kuala Lumpur. Ich freute mich schon sehr auf dieses Wiedersehen, hatte ich doch von Kuala Lumpur im Januar bereits einen sehr guten Eindruck gewonnen.
Der Flug ging um 10.30 Uhr, so blieb noch genügend Zeit für ein Frühstück im Hotel, ohne allzu früh aufstehen zu müssen. Der Transfer zum Flughafen erfolgte wieder mit dem Bus, alles war wie gewohnt perfekt organisiert.
Auf dem Flughafen selbst fühlte ich mich etwas unwohl, als bei der Passkontrolle der uniformierte Beamte ohne jegliche Gesichtsregung sehr ausführlich meinen Pass durchblätterte. Als ich dachte, jetzt sei er fertig, nahm er sich den Pass noch einmal vor... Es schienen endlose Minuten zu sein, doch dann war es vorbei und ich durfte ausreisen.
Der Flug selbst war nur ein kleiner Hüpfer von etwa 90 Minuten. Vietnam Airlines bot sogar ein Essen an, welches ganz ordentlich schmeckte. Nur der Kaffee - oder das, was die Crew als Kaffee anbot - war einfach grässlich! Das Gebräu schmeckte, als hätte man ein Fass Mekong-Wasser neben eine Dose löslichen Kaffees gestellt und das Ganze eine Stunde ziehen lassen.
Dafür waren die Mädels der Cabin Crew eine Augenweide. Ein kleiner Wermutstropfen mischte sich doch darunter: sie lächelten recht selten. Eigentlich schade.

Dann war es soweit. Die Palmölplantagen kündigten die Landung in KLIA - Kuala Lumpur International Airport - an. Noch ein kurzer Blick auf die F1-Rennstrecke Sepang, dann setzte der Airbus 321 butterweich auf.

Flughafen KLIA

Am Gepäckband erwartete ich dann meinen Koffer. Er kam auch recht schnell, es waren ja nicht so viele Passagiere in dem kleinen Flugzeug. Zuerst schien der Koffer äußerlich völlig in Ordnung, doch dann merkte ich, dass er recht schwer rollte und ich doch einige Kraft aufwenden musste, um ihn hinter mir herzuziehen. Also schaute ich noch mal nach, und siehe da, es fehlte eine Rolle. Sie war einfach abgerissen. Nun, das Problem konnte gelöst werden. Ich machte bei Malaysian Airlines eine Schadensmeldung, die organisierten einen Reparaturservice, der den Koffer vom Hotel abholte und später repariert wieder zurückbrachte. Perfekt gelaufen, auch dank der freundlichen Unterstützung des Hotels.
Nun bin ich der Meinung, dass das Spannendste am Fliegen nicht das Fliegen ist, sondern die Frage, ob und in welchem Zustand man sein Gepäck wiedersieht ...

Wir wurden von der MGCC, der Malaysisch-Deutschen Handelskammer, empfangen und zum Hotel gebracht. Ich wusste ja im Vorfeld der Reise schon, dass es wieder das Renaissance Hotel Kuala Lumpur sein würde. Nach den aufregenden Tagen in Ho Chi Minh City war es nun ziemlich beruhigend, sich auf bekanntem Terrain zu bewegen. Ich fühlte mich sofort wohl.
Nach dem Check-In und einer kurzen Erfrischung ging ich auf meine übliche Erkundungstour. Ich musste auch ziemlich schnell mein Verhalten im Straßenverkehr ändern, denn wie in Saigon einfach über die Straße gehen, wäre hier in KL lebensgefährlich. Also habe ich lieber die Ampeln benutzt und auch befolgt. Sehr viel Zeit hatte ich jetzt aber nicht, denn es stand ein Besuch der MGCC auf dem Programm.
Die Organisatoren schickten hierfür einen Bus zum Hotel, obwohl es nur etwa 10 Minuten zu Fuß gewesen wären ...
Dann war ich zum zweiten Mal in der weltweit höchst gelegenen deutschen Außenhandelskammer. Sie befindet sich im 47. Stock des Menara Am Bankgebäudes direkt gegenüber der Petronas Twin Towers. In der Kammer befindet man sich sogar noch etwas höher als in der Skybridge.
Es war schön, bekannte Gesichter wiederzusehen. Der Empfang war sehr herzlich.

Selamat datang!
Das ist malaiisch und heißt Herzlich willkommen!

Wir sahen eine kurze Präsentation der Arbeit der Kammer und eine Einführung zur wirtschaftlichen Situation Malaysias. Anschließend ging es mit dem Bus zum Central Market. In diesem Markt gab es auch ein chinesisches Restaurant, in welchem wir das Abendessen genossen.
Aber auch hier musste ich nach ordentlichem Essbesteck fragen, denn es waren Messer, Gabeln und Löffel aufgelegt. Der Kellner legte ein anerkennendes Lächeln auf und brachte mir die Chopsticks. Oh je, dachte ich, als ich die Stäbchen betrachtete. Sie waren aus Edelstahl ... Schlagartig erinnerte ich mich an meine ersten mühseligen Versuche in Korea. Es erfordert schon Übung, Tintenfisch in einer Soße mit glatten Stäbchen aus Edelstahl zu fassen und unfallfrei zum Mund zu führen.

Nach dem Essen machten wir einen Abstecher nach Chinatown in die Jalan Petaling. Jalan ist malaiisch und heißt unter anderem auch Straße, wird aber auch als Gleichnis für Los geht's! (engl. Let's go!) verwendet. In der Petaling Street (Jalan Petaling) wird Tag für Tag ein Markt aufgebaut.


Hier sieht es noch vergleichsweise leer und ruhig aus. An anderen Abenden habe ich in der Straßenmitte noch zusätzlich zwei reihen Verkaufsstände gesehen. Dann bleiben nur zwei schmale Gänge übrig und man hat unmittelbaren Kontakt zu den Verkäufern. Nur gut, dass die hier nur aufdringlich sind und einem nicht hinterherrennen. Wenn man auf der Suche nach billigen Uhren oder T-Shirts oder Gürteln und Handtaschen ist, dann ist man hier genau richtig. Ich habe auch was gekauft auf diesem Markt: frisch aufgeschnittenes Obst und eine Flasche Wasser.

Die Rückfahrt erledigte ich mit der U-Bahn, einem sehr preiswerten Verkehrsmittel. Als ich aus der U-Bahn-Station herauskam, sah ich dieses Bild:


In diesem Augenblick wurde mir klar, unbedingt abends noch mal zu den Towers zu gehen und Fotos zu machen. Für einen Besuch der Skybridge würde diesmal keine Zeit bleiben, was mich jedoch nicht zu sehr betrübte, denn ich war ja schon oben. Und bei meiner Arbeit würde ich später sicher noch die eine oder andere Gelegenheit haben, Kuala Lumpur zu besuchen.

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