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Samstag, 25. Oktober 2008Der Besuch des Binh Thanh Market sei die ultimative Empfehlung, wenn man in Saigon weilt. Sagte man mir jedenfalls. Also habe ich diesen Markt besucht. Das Angebot ist breit gefächert und reicht von Lebensmitteln fast aller Art über richtig gutes Kunsthandwerk zu Unmengen an Kitsch und billigen Uhren. Natürlich sind das alles Spezialmodelle für den vietnamesischen Markt. Wie die Jeans und T-Shirts auch...

Der geneigte Besuche sollte auch schon über ein gerüttelt Maß an Standfestigkeit und Widerstandskraft verfügen. Die verkäuferische Verhaltensbandbreite reichte nämlich von "aufdringlich" - das ist die harmlose Variante - bis "Klette". Wenn man Pech hat, läuft "Klette" mit dem T-Shirt in der Hand bis zum Hotel hinterher und redet unablässig auf den kaufunwilligen Besucher ein ...
Trotzdem hat es mir Spaß gemacht, mich in diesem Markt umzuschauen.
Beim Besuch der Fleischabteilung allerdings machte ich mir so meine Gedanken. Immerhin ist dort nichts klimatisiert, und es waren mehr als 30°C.

Also sah ich mir noch die Fischabteilung an. Diese befand sich außerhalb des Marktes unter freiem Himmel. Der Fisch war unbedingt als frisch zu bezeichnen, denn er lebte ja noch. Ganz eindrucksvoll bewies mir das ein grüner Müllsack, der auf dem Fußboden lag. Als ich daran vorbeischlenderte, sprang der Müllsack unvermittelt etwa einen halben Meter in die Höhe. Offensichtlich war sein Bewohner etwas gereizt.

Blick auf die Fischabteilung.
Wie ich schon erwähnte, räumen die Händler abends bei Schließung des Marktes ihre Verkaufsstände nach draußen und bauen rund um den Markt einen Nachtmarkt auf. Dann verwandeln sich die Straßen in eine Fress- und Einkaufsmeile. Es reiht sich dann ein Straßenrestaurant an das andere. Das Angebot war abwechslungsreich und sehr preiswert. Allerdings hatte ich ja schon gegessen, und nach der Besichtigung der Lebensmittelabteilungen hätte ich wahrscheinlich keinen rechten Appetit gehabt. Ich möchte den Leuten nichts nachsagen, sauber und ordentlich sah das alles aus und sehr einladend.

Hier "tobt" dann das Nachtleben. Allerdings sieht man nicht wirklich Neues, bis auf die Straßenrestaurants und die Damen mit dem speziellen Dienstleistungsangebot.
Die Verkaufsstände besaßen eine frappierende Ähnlichkeit zu denen, die ich hier bei uns schon auf dem einen oder anderen "Trödelmarkt" gesehen hatte. Später sollte ich feststellen, dass man das Ganze noch erheblich steigern kann ...
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