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Abenteuer Asien


Mittwoch, 20. Mai 2009
Wieder unterwegs
By ralfweyda, 16:47

Liebe Leser,

mit großer Freude gebe ich hier bekannt, dass am Himmelfahrtstag für mich tatsächlich Himmelfahrt ist, im wahrsten Wortsinne! Morgen um diese Zeit sitze ich bereits im Flugzeug gen Frankfurt. Diesmal fliege ich mit Lufthansa und kann den Service mal testen. Diesbezüglich habe ich verschiedene Sachen gehört und überzeuge mich nun selbst davon.

In den nächsten drei Wochen werde ich mir die Zeit mit ein wenig Arbeit und Urlaub vertreiben. Vielleicht komme ich ja auch noch dazu, einige interessante Fotos zu einem Beitrag aufzuarbeiten...

Allen Lesern ein schönes Pfingstfest!

Ralf

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Samstag, 16. Mai 2009
Indonesien (2)
By ralfweyda, 17:45

Beim Aussteigen schallte mir schon Musik entgegen. Der Foodcourt entpuppte sich als Freilichtbühne, die von einer großen Zahl verschiedenster Stalls umgeben war. In der Mitte thronte der Biertempel.



Unzählige fleißige Bierkellnerinnen versorgten das dürstende Publikum, während auf der Bühne Karaoke gesungen wurde. Da ich schon gespeist hatte, ignorierte ich freundlich alle Angebote zu einem Abendessen und bestellte stattdessen ein Bier. Das Bier war herrlich kalt und schmeckte ausgezeichnet. Natürlich war es Tiger, der Preis mit achtundzwanzigtausend Rupiah pro Flasche zwar kein Schnäppchen, aber immerhin preiswerter als in Singapore.
Ich genehmigte mir ein paar Fläschchen und amüsierte mich über die Karaoke-Darbietungen. Nebenbei machte ich eine interessante Beobachtung. Donna, meine Bedienung, hatte es sich mittlerweile gemütlich an meinem Tisch gemacht. Auch viele ihrer Kolleginnen saßen an den Tischen ihrer Kunden. Nun denn, ich war gut erzogen und fragte sie also, ob sie denn auch etwas trinken wolle. Sehr gern, antwortete Donna, sprang auf und verschwand. Aha, dachte ich, jetzt holt sie sich 'ne Cola. Doch weit gefehlt! Zu meinem Erstaunen kam sie mit einem leeren Bierglas zurück und goss sich Bier ein. So kurbeln die Mädchen ihre Umsätze also an, dachte ich mir. Ich fragte ganz konkret danach, ob es denn keine Probleme mit Alkoholgenuss und Arbeit gäbe. Gibt es nicht, antwortete Donna augenzwinkernd, nur ohne Alkohol...
So half sie mir ganz ordentlich bei meinem Bier und besorgte mir ein Taxi für die Rückfahrt zum Hotel. Da sie den Fahrer kannte, gab es auch keine Überraschungen, und der Preis war angemessen.

Am nächsten Tag genehmigte ich mir einen ganz besonderen Höhepunkt, eine traditionelle indonesische Ganzkörpermassage. Ich buchte eine Stunde aus Bequemlichkeit direkt im Hotel. Dann läutete es schon an der Tür. Ich zweifelte kurz, ob so ein zierliches Persönchen überhaupt ordentlich massieren könne. Doch sie überzeugte mich augenblicklich vom Gegenteil. Ganzkörpermassage bedeutet wohl auch, mit ganzem Körpereinsatz zu arbeiten. Jedenfalls war es eine Wohltat. Ich kann sie jedem nur empfehlen, sollte sich die Gelegenheit einmal bieten. Und für umgerechnet elf Euro war noch ein gutes Trinkgeld drin.
Nach einer Verschnaufpause organisierte ich mir ein Taxi, um Nongsa Beach zu besuchen. Die Fahrt dahin dauerte eine gute dreiviertel Stunde. Nongsa Beach, im Nordosten der Insel Batam gelegen, soll das schönste Stück Strand von Batam sein.



Es ist sehr idyllisch gelegen. In eine der Holzhütten wollte ich ursprünglich auch einziehen, doch angeblich war alles ausgebucht. Nun stellte ich fest, dass es wohl nicht ganz so war. Wie auch immer, ich war dann doch recht froh, dass ich dort nichts mehr buchen konnte. Denn außer der Hotelanlage gibt es weit und breit nichts, keine Einkaufsmöglichkeiten, keine Foodcourts. So muss man als Gast dort immer sehr weit fahren, wenn man mal was anderes sehen will.



Da war aber noch der Strand. Ja, der war sehr schön. Baden war allerdings nicht empfohlen, wegen der schlechten Wasserqualität. Und über allem schwebte der Geruch von Diesel... Es roch nicht nach Meer, sondern nach Diesel. Schade, das hat den ersten guten Eindruck nachhaltig gestört.
Ich ließ mir von der freundlichen Dame an der Rezeption ein Taxi rufen und verschwand dort wieder. Das Frühstück lag auch schon etwas zurück, weshalb ich mich zum Windsor fahren ließ. Dort genehmigte ich mir ein Seafood Hotplate, das ist eine heiße gusseiserne Bratpfanne auf einem Holzteller. Das Essen brutzelte noch vor sich hin, als es serviert wurde, schmeckte aber sehr lecker. Dazu gab es noch einen Teller mit Gemüse und einen frisch gepressten Orangensaft. So gestärkt brach ich auf und erkundete ein wenig die Gegend, denn es war ja noch hell. Tapfer und standhaft wehrte ich alle Angebote ab, mich mit allen erdenklichen Gefährten irgendwohin zu fahren. So gelang es mir, auch in Gegenden vorzudringen, die nicht so vornehm aussahen, wie die schmucken Häuser entlang der Hauptstraßen.



Als ich den Wunsch verspürte, mich noch einmal zu erfrischen, winkte ich ein Taxi und fuhr ins Hotel. Hier entschied ich mich dann auch, für den Abend auf Nummer sicher zu gehen und mein Bier wieder im Windsor zu trinken. Ich hatte allerhand Geschichten über Batam gelesen, was mich zu ein paar simplen Verhaltensregeln veranlasste, ich ging abends ohne Brieftasche aus dem Hotel, das Geld hatte ich lose in der Hosentasche. Keine erkennbaren Klunkern, dicke Uhren - habe ich sowieso nicht - und kein Rumgefuchtel mit hochwertigen Handphones. Auch sollte man nachts nicht allein irgendwo rumstolpern. Also schien mir das Windsor ein guter Platz zu sein. Donna freute sich dann auch.



So erfuhr ich noch einiges mehr über die Menschen in Indonesien, ihre Probleme und Sorgen, aber auch über ihren Spaß und ihre Lebensfreude. Mal ein Detail: das normale Einkommen der Kellnerinnen dort liegt bei etwa achthunderttausend Rupiah im Monat. Das entspricht etwa sechzig (!) Euro. Glaubt jetzt noch jemand, in Asien sei es nicht üblich, Trinkgeld zu geben? Ich fand, dass zwei Euro Trinkgeld angemessen waren, und Donna war erfreut. Anders kommen die Leute da wahrscheinlich nicht über die Runden, und auf Batam wird noch mehr verdient, als anderswo. Donna erzählte mir, dass sie auf Sumatra für den gleichen Job nur fünfhunderttausend Rupiah bekam. An diesem Abend habe ich noch lange darüber nachgedacht.


Das Hotel einmal von der anderen Seite fotografiert. Es war tatsächlich ein Schiff aus Beton.

Der Sonntag war der Abreisetag. Ich frühstückte im Hotel und machte es mir danach noch vor dem Fernseher gemütlich. Gegen Mittag war die Abholung durch den Reiseveranstalter geplant. Die Wartezeit verkürzte ich mir in der Lobby mit einem Singapore Sling. Mit demselben kleinen Gefährt ging es zurück zum Fährterminal. Die gesamte Abfertigung lief reibungslos, ebenso die Überfahrt.
Es war ein sehr interessanter und lehrreicher Ausflug. Ich hatte ein anderes Land bereist und ein wenig über die Menschen dort erfahren. Nun war ich aber auch froh, wieder zurück in Singapore zu sein.

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Donnerstag, 07. Mai 2009
Indonesien
By ralfweyda, 16:15

Irgendwie schaffte ich es doch noch, ein auf den ersten Blick ansprechendes Urlaubspaket für das lange Wochenende zu ergattern. Da der 1.Mai hier in Singapore ebenfalls ein gesetzlicher Feiertag ist, lag es nahe, doch einmal kurz zu verreisen, gewissermaßen als Einstimmung auf die bald bevorstehende größere Reise einerseits, andererseits aber auch als Abwechslung.

Ich buchte also "3D2N Batam Island", zwei Nächte im Pacific Palace Hotel von Nagoya, Batam Island, Indonesien. Das Hotel wurde als das Beste der Stadt angepriesen, weshalb ich angesichts des moderaten Paketpreises von zweihundertdreiundfünfzig Singaporedollar ziemlich gespannt war.
Am 1.Mai sollte es also los gehen. Ich stand rechtzeitig auf, um die Fähre nicht zu verpassen, die um 13.20 Uhr ablegen sollte. Das Reisebüro hatte perfekt vorgearbeitet, alle Unterlagen waren fertig ausgestellt, sodass der Check-In am Fährterminal Harbour Front problemlos innerhalb von fünf Minuten erledigt werden konnte. Die restliche Prozedur ähnelt der auf einem Flughafen mit dem üblichen Sicherheits-Check und dem Boarding. Dann ging es auch pünktlich los.

Batam Centre, das silberne Gebäude links ist das Fährterminal.

Die Fähre benötigt etwa eine Stunde von Singapore bis Batam Centre. Entgegen der Reiseberichte, die ich in Vorbereitung auf den Trip gelesen hatte, war die Überfahrt sehr ruhig, und die Passagiere behielten auch alle ihr Essen bei sich. Nach der Ankunft auf Batam wurde als Reaktion auf die aktuelle Schweinegrippe bei allen Passagieren die Körpertemperatur an der Schläfe gemessen. Mir ist nicht aufgefallen, dass es irgendwelche Zwischenfälle gab. Als nächstes musste ich mir ein Visum für den Kurzaufenthalt besorgen. Das kostete zehn US-Dollar oder umgerechnet fünfzehn Singaporedollar. Hier nun machte ich zum ersten Mal Bekanntschaft mit indonesischem Geschäftssinn. Der Beamte verlangte einfach achtzehn Singaporedollar, Widerspruch war irgendwie zwecklos...
Die Einreise ging dann ganz problemlos vonstatten, ebenso die Abholung durch das Reisebüro. Mit einem Minibus wurden wir Urlauber, die beim gleichen Veranstalter gebucht hatten, auf die Hotels verteilt.
Die Fahrt war interessant, aber ungemütlich. Der Straßenzustand war einfach erbärmlich, weshalb ich erleichtert war, als ich nach einer halben Stunde am Hotel ankam.

Das Hotel machte äußerlich einen ansprechenden Eindruck. Es erinnerte an ein Kreuzfahrtschiff.


 Auch im Inneren fühlte ich mich an selbiges erinnert. Der Empfang war herzlich, der Check-In klappte vorzüglich und das Zimmer war angemessen. Weil ich seit dem Frühstück - es gab zwei Roti Prata - nichts mehr gegessen hatte, hielt ich mich auch nicht sehr lange im Hotel auf, sondern erfrischte mich nur kurz und zog wieder los. Doch zuerst wollte ich noch Geld umtauschen, fürs Erste schien mir das Hotel mit dem erfahrungsgemäß schlechtesten Kurs geeignet. Die Frage nach einem Taxi schmetterte ich generös ab, schließlich hatte ich innerhalb der walking distanceNagoya Hill kutschieren, dem größten Einkaufszentrum auf Batam.
einige Speisentempel gesehen. Sehr weit kam ich jedoch nicht. Es gab dort leider keine Gehwege, und angesichts des Straßenverkehrs kehrte ich reumütig zum Hotel zurück und nahm doch ein Taxi. Das war ein sehr weiser Entschluss, wie ich später noch merken sollte. Ich ließ mich also zum

Zunächst musste ich mich wieder an die großen Zahlen auf den Preisschildern gewöhnen, bei einem Kurs von rund vierzehntausend Rupiah für den Euro wird man schnell Millionär.
Sehr schön fand ich die Tatsache, dass genau wie in Singapore auch dieses Einkaufszentrum über einen Foodcourt verfügt. Das Angebot war überwältigend, entsprechend lange dauerte die Auswahl. Ich konnte mich kaum entscheiden, fand dann aber doch etwas Passendes: Satay, in Indonesien einfach Sate geschrieben, wie man's spricht... Die kleinen Fleischspießchen waren köstlich, ich verdrückte von Hähnchen und vom Lamm jeweils fünf Stück.
Die Shopping Mall selbst bot das gewohnte Bild einer Mischung aus Boutiquen mit wahrscheinlich echten Markenartikeln und den üblichen Marktständen, die das Dior-Parfum und RayBan-Sonnenbrillen zu sensationellen Schnäppchenpreisen anbieten. Ich vertrat mir noch ein wenig die Beine, staunte dabei über ein Gemälde, welches das Portrait von Usama Ibn Ladin zeigte und für drei Millionen Rupiah zu haben war, und verspürte bald ein unbändiges Verlangen nach einem Bier. Die Dosen im Shopping Centre sprachen mich nicht so an, deshalb machte ich mich auf den Weg nach draußen. Nun wusste ich auch, dass man am besten mit dem Taxi unterwegs ist, wenn man seine Ruhe haben will...

Es ist schlicht unmöglich, auch nur fünf Schritte zu tun, ohne zum Taxifahren aufgefordert zu werden. Glücklicherweise erspähte ich an der nächsten Eckkneipe einen mit Tigerflaschen gefüllten Kühlschrank und hatte eine Ausrede an alle Taxifahrer. Das Seafood-Restaurant war recht gemütlich, und der Koch zauberte virtuos die Köstlichkeiten auf dem Grill. Ich genoss das kalte Bier und schaute dem Künstler bei seiner Arbeit zu. Irgendwann legte er einen Kalmar im Ganzen auf den Rost. Interessiert machte ich mal einen langen Hals. Er grillte den Kalmar rundherum an und schnitt ihn dann in feine Ringe. Die Ringe kamen auf einem Drahtrost über das Feuer und wurden mit verschiedenen Soßen bestrichen. Dann waren sie wohl fertig. Mir war beim Zuschauen das Wasser im Mund zusammengelaufen, also bestellte ich mir auch welche, dazu noch einen kleinen Teller mit Gemüse. Köstlich, sehr knusprig und scharf. Zum Bier eine gute Wahl.

Im Hochgefühl des perfekten Genusses kam ich nun auf die Idee, mich nach einer anderen Kneipe umzusehen. Ich wollte ein Taxi rufen, aber das brauchte ich gar nicht. Als ich vom Stuhl aufstand, war der Fahrer zur Stelle. Ich verhandelte mit seinem Boss und wollte zu einem Lokal mit Bier und Musik. Der empfahl mir den Windsor Foodcourt und wir einigten uns dann auf dreizehntausend Rupiah. Hätte ich mal lieber gleich bei ihm bezahlt...
Nach einer recht kurzen Fahrt war ich da und wollte den Preis bezahlen. Der Fahrer sprach aber kein Englisch, zumindest tat er so. Er hatte aber bei den Verhandlungen mitbekommen, dass eine Drei im Preis enthalten war und verlangte nun dreißigtausend Rupiah. Ich machte meinem Ärger ein wenig Luft, gab ihm aber die dreißigtausend. Was soll's? Ich beschloss, beim nächsten Mal besonders darauf zu achten, dass der Fahrer auch versteht, was verhandelt wird.

- Wird fortgesetzt -

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Dienstag, 05. Mai 2009
Spaziergang
By ralfweyda, 14:32

Irgendwie bin ich ein wenig aus dem Tritt geraten und habe es nicht geschafft, weiter in schöner Regelmäßigkeit Wochenende für Wochenende einen Erlebnisbericht einzustellen. Doch es war nicht in erster Linie Absicht, eher etwas Antriebslosigkeit gepaart mit wenig Zeit. Und wochentags passiert in dieser Hinsicht gleich gar nichts, wenn ich mich nicht wirklich dazu zwinge. Genau das habe ich nun getan...

Zum letzten Aprilwochenende gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen. Ich habe es diesmal geschafft, trotz recht hoher Temperaturen recht guterhalten in Little India anzukommen. Und das auch nocht trotz eines umfangreichen Fußmarsches.

An dieser Moschee kommt man vorbei, wenn man von Bugis Junction durch das Viertel Arab Street zum Golden Mile Complex läuft. Wunderschöne Lichtreflexe der tiefstehenden Sonne auf der Kuppel kann der geneigte Betrachter dort sehen.

 

Ich hatte vor, den Golden Mile Complex zu besuchen, der sich unweit der MRT-Station Bugis befindet. Im Golden Mile Complex gibt es eine ganze Reihe von Reisebüros. Ich kam kurz vorher auf die Idee, mir anlässlich des ersten Maiwochenendes einen Kurzurlaub zu gönnen. Aber ich war zu spät auf diese Idee gekommen, und so waren alle Versuche, im Internet irgendwo zu reservieren, ziemlich aussichtslos. Doch die Angebote der Reisebüros vor Ort waren auch nicht besser. Entweder war alles ausgebucht, was mich interessierte, oder die verfügbaren Angebote lockten mich preislich nicht.

Beleuchtete Fassade eines erst kürzlich fertig gestellten Gebäudes an der Orchard Road.

Also fügte ich mich in das Unvermeidliche, trollte mich und kehrte in den Foodcourt auf der anderen Straßenseite ein. Den kannte ich schon aus den Anfangstagen, als ich im Hotel logierte.

Gestärkt machte ich mich auf den Weg nach Little India, um ein paar Mitbringsel für die Familie zu kaufen. Eigentlich wollte ich ursprünglich in Little India zu Abend speisen, weil es immer wieder ein Genuss ist, sich genau dort den richtig scharfen Sachen zu widmen. Doch leider war ich nicht hungrig, und reinzwängen wollte ich auch nichts. Für ein Bier war aber Platz, und es erfrischte herrlich. Noch derart im Rausch gefangen kam ich auf die Idee, weiter zu laufen. Über die Serangoon Road und Selegie spazierte ich zur Bras Basah Road. Mein Ziel war die nächste Tränke am Orchard Plaza. Das Bier war kalt und schmeckte hervorragend, trotz des exorbitanten Preises. Auf der Orchard Road fing ich noch ein paar Impressionen ein. Dann hatte ich genug vom Laufen und nahm die Bahn bis nach Hause.

Straßenszene in der Orchard Road. Die einschlägigen Fachgeschäfte gibt es jetzt überall. Interessant ist, dass der Zutritt streng reglementiert ist - wenn ich richtig gelesen habe, darf man erst ab 21 Jahren dort rein - andererseits aber die Spielsachen teilweise offen im Schaufenster oder direkt im Eingangsbereich plaziert sind...

Die Nacht verbrachte ich dann wieder mit Kommunizieren über das Web. Da mich hier niemand drängelt, kann ich ja sonntags schön ausschlafen. Mein Plan sah vor, mich der unumgänglichen Hausarbeit zu widmen und anschließend Formel1 zu schauen. Das klappte auch ganz gut, wenn ich mal von der schlechten Bildqualität absehe. Es ist mir bisher leider nicht gelungen, einen Pay-TV-Sender zu bekommen, der die Formel 1 Live überträgt. Für den RTL-Livestream im Web braucht man aber eine deutsche, österreichische oder Schweizer IP, alle übrigen Ausländer sind davon ausgeschlossen. Bleibt mir nur, über die schlechten freien Streamer zu hoffen, eine möglichst unterbrechungsfreie Übertragung zu erwischen. Aber ich werde mich dafür rächen. Im September werde ich mir das Rennen in Singapore live anschauen ... So!

Herzlichst aus Singapore,

Ralf

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