Samstag, 31. Januar 2009
Seit Mittwoch pulsiert wieder das Leben hier, wenn man dann überhaupt von einer ruhigen Phase sprechen kann... Zumindest haben die meisten Geschäfte wieder geöffnet. Das ist auch gut so, denn ich hatte ja noch einige Erledigungen auf dem Plan.
Donnerstag, 29. Januar 2009
Die wichtigste Errungenschaft ist mein Employment Pass. Damit bin ich jetzt nicht mehr länger geduldeter Tourist, sondern darf für die nächsten zwei Jahre hier wohnen und arbeiten. Prinzipiell gilt so ein Pass fünf Jahre, wird aber nur für zwei Jahre ausgestellt. Nach dieser Zeit wird ein Antrag auf Verlängerung gestellt, der in der Regel ohne Aufhebens genehmigt werden kann, wenn man sich nichts zu Schulden kommen lässt und die Firma, für die man arbeitet, auf einer soliden Basis aufbaut. Also werde ich mal schauen, was die Zukunft so bringt und mich für ordentliche Geschäfte hier ins Zeug werfen.
Freitag, 30. Januar 2009
Mit dem Employment Pass konnte ich nun auch ein Konto einrichten. Am Donnerstag war es leider schon zu spät dafür, weil die Banken hier nicht so lange geöffnet haben, als ich es eigentlich erwartet hatte. Denn zuerst wollte ich meinen Gehaltsscheck einlösen. Also nahm ich mir das für den Freitag vormittag vor. Es klappte alles wie am Schnürchen, die Kontoeröffnung war in weniger als einer halben Stunde erledigt, noch dazu mit einem umwerfend freundlichen Dauerlächeln der Bankangestellten. Das Lächeln wurde noch breiter, als ich Ihr sagte, dass ich gleich etwas Geld einzahlen wollte ...
Der Tag klang sehr schön aus, denn ich war eingeladen, das Abendessen in einem thailändischen Restaurant zu genießen. Und das war es wirklich: ein Genuss! Der Genuss beinhaltete auch, dass ich nach Hause gebracht wurde. Allerdings war es noch recht früh, also entschied ich mich, doch noch mal zu sehen, was so im Internet los ist und mit meiner Familie zu sprechen. Als ich dann auf dem Heimweg feststellte, dass mein "Kommunikationszentrum" noch geöffnet hatte, genehmigte ich mir zur Feier des Tages noch ein Bierchen.

Gut, ich will ehrlich sein: Danach genehmigte ich mir noch ein zweites "Tiger"...
Samstag, 31. Januar 2009
Heute morgen weihte ich meine neue Kaffemaschine ein. Sie ist ein Geschenk meines Chefs. Er war zu einem Kurzbesuch nach Singapore gekommen, und was er sah, hat ihn beeindruckt und dazu verleitet, mir etwas Nützliches zu schenken. Feiner Zug. Anschließend machte ich mich auf den Weg zu seinem Hotel. Ich wollte ihn zum Flughafen begleiten und ihn verabschieden. Der Transfer klappte hervorragend, weil auf meinen Freund Jeffrey einfach Verlass ist.
Kaum war der Chef verabschiedet, waren wir auf dem Weg in Richtung Woodlands. Im Causeway Point findet man nämlich einen SingTel-Shop. Auf Empfehlung meiner Freunde hier wollte ich Telefonanschluss und Internetzugang bestellen. Wieder war es reichlich unkompliziert und sehr nett. Einigermaßen erstaunt war ich allerdings von der langen Frist bis zur Installation des Anschlusses. Es wird bis zum 13. Februar dauern, dann kommt ein Engineer von SingTel zur Installation und Freischaltung. Es scheint wohl, dass meine Tage hier bei "Starbuck's" gezählt sind. Zumindest ist es dann nicht mehr erforderlich, wegen des Internetzugangs hierher zu fahren.
Während ich diese Zeilen schreibe, mache ich mir gerade Gedanken, wass ich an diesem Wochenende noch so unternehmen kann. Ideen habe ich schon einige, ich kann mich nur schwer entscheiden. Momentan schwanke ich noch zwischen Baden im Ozean und einem Besuch des Armeemuseums. Ich lasse mich einfach mal davon überraschen, wozu ich morgen Lust verspüre ...
Herzliche Grüße aus Singapore,
Ralf.
Montag, 26. Januar 2009
Sonntag
Nach einer erholsamen Nacht wollte ich den Tag mit einem zünftigen Frühstück beginnen. Im Nachbarblock, nur ein paar Schritte entfernt, gibt es ein kleines Food House. Am Tag der Schlüsselübergabe für die Wohnung trank ich dort schon einen Kaffee und entdeckte dabei ein Bild für ein Breakfast Set. Darauf war ein Sandwich, eine Tasse Kaffee und - wie ich meinte - Spiegeleier abgebildet. Für mich war klar, dass ich dieses Frühstücks-Set spätestens am Wochenende ausprobieren würde ...
Am Sonntag ergab sich also die Gelegenheit, das Vorhaben in die Tat umzusetzen. Die erste Abweichung vom Idealbild war der Kaffee. Es gab den üblichen süßen Trunk im Glas, an den ich mich aber mehr und mehr gewöhne. Also gut, das war kein Problem für mich. Die erwarteten "Spiegeleier" sahen bei näherer Betrachtung auch nicht mehr so aus, wie wir sie kennen. Ich bekam ein kleines Eimerchen mit heißem Wasser auf das Tablett gestellt. Die nette Bedienung ließ zwei Eier in das Wasser fallen und sagte ziemlich eindringlich: "Six minutes, Sir!". Ich hatte verstanden. Dann bekam ich noch die Sandwiches. Frisch getoastet!
Mit meinem Tablett suchte ich mir ein freies Plätzchen. Die sechs Minuten waren um und ich öffnete das erst Ei. Wie ich es erwartete, war das Eiweiß noch ziemlich flüssig, weshalb ich das zweite Ei gleich wieder in das noch relativ heiße Wasser legte. Nun, egal, Augen zu und durch. Der Biss in das Sandwich entpuppte sich als süße Überraschung, denn es war irgend ein sehr süßer Brotaufstrich darauf. Zusammen schmeckte alles sehr gut.
Das zweite Ei war nicht minder flüssig, ich öffnete es und ließ den Inhalt auf das kleine Tellerchen fließen. Da hatte ich mein Spiegelei! Das auseinandergelaufene Eiweiß mit dem Eigelb in der Mitte sah auf dem kleinen Tellerchen doch tatsächlich einem Spiegelei zum Verwechseln ähnlich! Mit dem Sandwich konnte ich jetzt wunderbar "ditschen". Das Frühstück war eine tolle Erfahrung und mit 2,20 Singapurdollar ein echtes Schnäppchen.
Nachmittags machte ich mich dann auf den Weg nach Chinatown. Von Woodlands aus braucht man da schon etwas Zeit. Nach einer dreiviertel Stunde und einmal Umsteigen war ich dann da. Jetzt, am Nachmittag, waren die Straßen fast noch menschenleer.

Nein, es handelt sich nicht um das falsche Bild, hier kann man wirklich noch treten und hat Platz! So schaute ich mich erst mal in aller Ruhe um. Viele Plätze kannte ich noch aus dem vergangenen Jahr. Auch das Angebot war so ziemlich das gleiche wie vor zwölf Monaten. An die Würstelbude konnte ich mich jedoch nicht erinnern. Wie dem auch sei, probiert habe ich dort nichts, denn angesichts der kulinarischen Vielfalt sehne ich mich noch nicht nach deutschen Spezialitäten.

In der "Chinatown Food Street" schaute ich mich nach einer Kleinigkeit um. Mich gelüstete nach Satay, den keinen Fleischspießen mit der herrlichen Erduss-Sauce. Ich fand sie und genehmigte mir fünf Chicken Satay und fünf Mutton Satay. Toll! Nun wurden auch die Straßen zusehends voller. Also machte ich ich auf die Suche nach ein paar Mitbringseln. Das war auch höchste Zeit, denn man konnte sich kaum noch bewegen. Trotzdem fand ich noch einmal die Zeit für diesen Schnappschuss:

Ich hatte ja unlängst versprochen, davon mal ein Foto aufzutreiben, um meine kühne Behauptung zu untermauern, es gäbe hier alles zu essen. Et voilá ...
Langsam dachte ich daran, mich auf den Heimweg zu begeben, denn ich wollte noch eine Location mit Drahtlosnetzwerk auftreiben. "Langsam" entspricht dann auch der Geschwindigkeit, mit der ich mich auf die MRT-Station zubewegte. Für die letzten einhundert Meter brauchte ich eine knappe Viertelstunde! Es war eine unbeschreibliche Zahl an Menschen unterwegs. Dagegen war Little India am vorangegangenen Sonntag die reine Erholung! Ich schaffte es aber irgendwie, ziemlich komplett und wohlbehalten die MRT zu erreichen und nach Woodlands zu fahren. Den Einkehrschwung zum Starbuck's habe ich mittlerweile drauf, was mir noch etwa eineinhalb Stunden Gespräch mit meinen Lieben zu Hause ermöglichte.
Montag
Heute ist Feiertag hier, glücklicherweise hat aber das Food House im Nachbarblock geöffet. Business as ususal. So leistete ich mir Roti Prata zum Frühstück, das sind indische Pfannkuchen. Ich ließ mir welche mit Ei- und Zwiebelfüllung brutzeln. Dazu gab es eine scharfe Sauce vom Hammel, komplettiert wurde das Frühstück mit dem bekannten Kaffee.
Jetzt sitze ich hier bei Starbuck's und genieße einen großen Schwarzen, als Kontrastprogramm ohne Milch und Zucker ...
Die besten Grüße aus Singapore,
Gong Xi Fa Cai!
Ralf
P.S.: Das heißt soviel wie "Ein frohes Neues Jahr!"
Samstag, 24. Januar 2009
So, die erste Nacht in der "neuen" Wohnung habe ich hinter mir. In gewisser Weise ist heute der Alltag eingezogen, wenn ich das auf die erledigten Arbeiten beziehe. Ich habe aufgeräumt, Wäsche gewaschen und war einkaufen ...

Hier in Singapur hängen die Leute ihre Wäsche zum Fenster raus. Dazu werden Bambusstäbe benutzt, die kunststoffummantelt sind. Wäsche drauf, raus zum Fenster in die vorgesehenen Halterungen damit. Machen alle so. Hin und wieder sieht dann so ein Block ganz lustig aus, vor allem samstags ...
Natürlich kann ich das alles noch nicht als alltäglich bezeichnen. Aber komisch war es trotzdem, denn wie sonst auch üblich, zogen nach dem Wäscheaufhängen dicke dunkle Wolken auf. Es hat auch ein paar Tropfen geregnet. Ob auch "zu Hause" weiß ich nicht, denn ich war seit dem Nachmittag unterwegs.
Dank meiner neuen EZ-Link-Card für den ÖPNV geht das Bahnfahren jetzt noch viel bequemer. Es war ja vorher schon easy; einfach eine Fahrkarte kaufen und los, nach dem Aussteigen die Karte in den Automaten stecken und den Pfand kassieren...
Das muss ich jetzt nicht mehr tun.
Heute werde ich wohl etwas früher nach Hause gehen. Gestern habe ich die letzte Bahn verpasst. Und weil ich nicht laufen wollte, habe ich ein Taxi genommen. Nur gut, dass man hier selbst nachts kein Vermögen für das Taxi hinblättern muss.
Morgen will ich mir die Feierlichkeiten anlässlich des "Chinese New Year" live in Chinatown ansehen. Da gibt's dann auch wieder mehr Fotos.
Die besten Grüße aus Singapore,
Ralf
Donnerstag, 22. Januar 2009
Heute fiel mir ein großer Stein vom Herzen. Die Zusammenarbeit zwischen Makler, Vermieter, dem Treuhänder und mir hat einwandfrei funktioniert. Deshalb konnte ich heute den Mietvertrag unterschreiben und die Schlüssel für "meine" Wohnung übernehmen. Ich bin erst mal sehr erleichtert, dass ich nur noch eine Nacht im Hotel schlafen muss. Nicht dass ein falscher Eindruck entsteht, das Hotel ist wirklich gut mit einem sehr guten Service, aber es ist eben ein Hotel...
Die Wohnung ist sehr geräumig und für den Anfang fast komplett ausgestattet. Ich brauche zum ersten Glück erst mal nur eine Kaffeemaschine und ein Bügeleisen. Diese Geräte lassen sich aber auftreiben.
Die Wohnung befindet sich in Woodlands. Dieser Sadtteil liegt auf dem nördlichsten Zipfel der Insel Singapore. Der Name lässt es vermuten: es gibt tatsächlich jede Menge Grün hier. Ein kurzer Check der Lage hat ergeben, dass ich alle Einrichtungen wie Bus, MRT, Supermarkt und Eating House in Reichweite habe. Die Preise sind moderater, als hier in Zentrumsnähe. Ich stelle später sicher auch noch Fotos von meiner neuen Wohngegend ein.
Nach dieser sehr aufregenden Woche kommen mir das Wochenende und die Feiertage gerade recht. Am Montag und Dienstag wird hier "Chinese New Year" gefeiert. Wir begrüßen mit diesem chinesischen Neujahrsfest "The Year of the Ox", das Jahr des Rindviehs.
Ich werde davon berichten.
Bis demnächst, herzliche Grüße aus Singapore!
Ralf
Dienstag, 20. Januar 2009
Der Montag begann mit der Abholung vom Hotel und einem zünftigen Frühstück nach indischer Art. Es war für mich ungewohnt, gleich am Morgen mit scharfem Fleisch zu beginnen. Aber ich war gesättigt und guter Stimmung.
Der Tag verging sehr schnell, und abends standen ein schnelles Abendessen und Wohnungsbesichtigungen auf dem Programm.
Das erste Appartement, das ich zu sehen bekam, war sehr stilvoll eingerichtet. Es hatte das Flair eines 5-Sterne-Hotelzimmers. Sehr gediegen, aber nicht so sehr meinem Geschmack und noch weniger meinem Budget angepasst.
Außerdem fürchtete ich, mich dort nicht wie zu Hause, sondern mehr als Gast zu fühlen.
Die zweite Wohnung sagte mir schon eher zu. Außerdem ist sie ab sofort zu beziehen. Mal sehen, was sich aus den Gesprächen ergibt. Spannend ist so eine Wohnungssuche allemal, vor allem, wenn der Makler in seinem Akzent den englischsprachigen Mietvertrag erläutert. Da heißt es schon, genau hinzuhören ...
Eigentlich vergeht die Zeit wie imFlug.
Der heutige Dienstag hielt auch noch eine neue Erfahrung bereit. Ich wurde heute nicht vom Hotel abgeholt, sondern bin mit MRT und Bus zum Büro gefahren. Da hieß es, schon recht früh aufzustehen. Immerhin braucht man für die Strecke etwa eine Stunde, und der kostenlose Firmenbus wartet nicht. Aber alles ging glatt. Natürlich wurde ich aufmerksam-neugierig von den anderen Fahrgästen beäugt. Schließlich war es auch für sie neu, dass ich da mitfuhr..
Nachdem ich zwischenzeitlich einige Schwierigkeiten hatte, mich beim Betreiber des Wireless LAN einzuloggen, geht jetzt wieder alles, und so sitze ich hier vor dem "Starbuck's" und tippe diese Zeilen.
Bis zum nächsten Mal.
Herzliche Grüße aus Singapore!
Ralf






Samstag, 17. Januar 2009
... begann erst einmal mit Ausschlafen!
Am Freitag war ich den ganzen Tag über ein wenig müde. Ich schob das auf die Temperaturen und den langen Flug und tröstete mich mit der Aussicht auf das Wochenende.
Der Tag verging trotzdem recht schnell, denn ich hatte ganz gut zu tun. Die ersten Antworten sind schon eingetroffen, ein paar Leute freuen sich und wollen mich besuchen. Das wird noch etwas warten müssen, erst mal muss die Basis her, sprich: eine Wohnung.
Im Moment warte ich auf meinen Employment Pass, das ist die Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis. Ohne den Pass kann ich nicht viel ausrichten. Ich kann noch kein Konto eröffnen, keinen Telefonanschluss ordern und auch keine Wohnung anmieten. Ohne diesen Pass bin ich also nur ein gewöhnlicher Tourist. 
Nach der Arbeit brachte mich Jeffrey, ein sehr netter Kollege, ins Hotel. Er bot mir an, dass ich ihn am Wochenende anrufen könne, falls ich Hilfe benötigte. Das nahm ich dankend an, werde aber einen Teufel tun. Der Gute soll sein Wochenende genießen, schließlich hat er schon genug von seiner Freizeit für mich geopfert. Außerdem will ich wieder mal alleine auf Erkundungstour gehen.
So kam ich also wieder ins Hotel und haute mir erst mal eine Stunde auf's Ohr. Gegen 19 Uhr war ich dann einigermaßen fit und machte mich auf, mein neues Kommunikationszentrum zu besuchen. Das Hotel befindet sich in der Beach Road, und da ich diese Gegend nicht so gut kenne, musste ich erst mal die nächste MRT-Station (U-Bahn) suchen. Ich bekam den Tipp, dass Bugis die nächste sei und machte mich auf den Weg. Knapp 10 Minuten Fußweg in gemächlichem Tempo - bei der Wärme durchaus angeraten - und ich war da. Die U-Bahn zu benutzen ist ja ein Kinderspiel, sodass ich recht zügig zum Orchard Plaza kam, um am dortigen Food Court zu Abend zu essen und mein "Tiger" zu schlürfen. Das Essen war lecker, ich hatte Duck Hor Fun, das ist gebratene Ente auf Nudeln an Sojasauße mit irgendwelchem mir unbekannten Gemüse.
Angesichts meines gut gefüllten Magens und eines Blicks auf die Karte entschied ich mich, zumindest einen Teil des Rückweges zu Fuß zurückzulegen. Man sieht ja viel mehr, als wenn man durch eine Betonröhre rast. Zum Beispiel das "Raffles Hotel".

Nach etwa einer Stunde im Spaziergängertempo kam ich wieder am Hotel an. Es war doch nicht so sehr weit weg. Abends kann man solche Strecken schon zu Fuß zurücklegen, tagsüber ist das eher nicht ratsam, für mich zumindest. Ich holte den Laptop aus dem Hotel, kaufte noch ein Bier und eine Flasche Wasser unterwegs und ließ mich vor dem "Starbuck's" nieder, um mit meinen Lieben zu sprechen und ein wenig zu chatten. Das zog sich dann bis halb Drei morgens hin. Da war ich dann auch richtig müde und wollte nur noch ins Bett ...
So kam es, dass ich heute bis etwa 14 Uhr ausschlief.
Nun sitze ich hier bei "Starbuck's", habe einen großen Pott Kaffee vor mir stehen und einen Blueberry-Muffin schon hinter mir. Frühstück am Nachmittag, sozusagen.
Die Sonne scheint, es ist sehr warm, sicher über 30 Grad, dazu geht ein strammes Lüftchen.
Nachher werde ich mir die nähere Umgebung rund um die "Arab Street" und "Bugis Junction" ansehen und mal schauen, was es zum Abend zu Essen gibt.
Herzliche Grüße aus Singapur,
Ralf
Donnerstag, 15. Januar 2009
Nach einer recht kurzen Nacht - ich hatte noch lange mit meiner Familie gesprochen - klingelte der Wecker, respektive der Wake-Up-Call des Hotels. Ich machte mich also schick und schlüpfte in die Klamotten. Ich entschied mich für Cool Business, das heißt: lange dunkle Hose, langärmeliges helles Hemd, Ärmel geschlossen, oberster Kragenknopf offen, kein Binder. Ich wollte ja in meinem neuen Büro einen guten ersten Eindruck machen.
Offensichtlich hatte ich richtig gelegen, denn der Chef unserer Partnerfirma war auch so gekleidet...
Ich wurde also vom Hotel abgeholt und genoss erst mal ein zünftiges Frühstück nach chinesischer Art. Das war schon mal die richtige Basis für den Tag. Dim Sum, Dumplings mit Fleischfüllung, vergleichbar mit unseren Hefeklößen. Der Geschmack war toll.
Im Büro angekommen genoss ich erst mal eine überschwängliche Begrüßung. Einfach ein schönes Gefühl zu wissen, dass man so weit weg von zu Hause doch nicht allein ist. Alsbald konnte ich meine Arbeit beginnen, Internetanschluss und Telefon standen bereit. Ich schickte erst mal allen Bekannten in Singapur und Malaysia eine Mail, einige gute Bekannte rief ich persönlich an. Die Reaktionen darauf waren allesamt freudig und positiv. Ein paar Einadungen habe ich schon, es geht also gut los!
Der Tag war sehr schnell vorbei, plötzlich war Feierabend. Ich kümmerte mich erst mal um ein paar persönliche Dinge, wie den Kauf einer Webcam oder das Aufladen meiner Prepaidkarte ...
Am Abend dann begab ich mich auf die Suche nach einem Essen und einem Hotspot für den kostenlosen Internetzugang. Beides fand ich, kann nun diese Zeilen hier einstellen und bin recht zufrieden mit diesem Tag.
Das Wetter ist für meinen Geschmack sehr angenehm. Tagsüber sind es kaum mehr als 30 oder 31 Grad, jetzt abends geht die Temperatur schon mal auf 24 zurück. Für die Einheimischen ist das schon recht kühl, mir erleichtert das jedoch die Anpassung.
Bisher bin ich noch gar nicht dazu gekommen, Fotos zu machen. Das werde ich wohl auf das Wochenende verschieben müssen. Einen Plan, was ich mir am Wochenende so ales ansehen will, habe ich auch noch nicht. Also, es wartet einige Arbeit auf mich ...
Herzliche und liebe Grüße aus Singapore.
Ralf
Mittwoch, 14. Januar 2009
Von meinen Kollegen verabschiedete ich mich mit einem kleinen Essen. Es hat allen geschmeckt, jedenfalls sagten sie das in meiner Anwesenheit so…
Nun war es soweit, es war mittlerweile Dienstag, der 13. Januar. Schnell noch den Koffer fertig gepackt und die restlichen Dinge und Sachen in ein Paket getan. Da ich bereits ein Paket nach Singapur geschickt hatte, wählte ich diesmal wieder diese Möglichkeit. Es ist wesentlich preiswerter ein Paket zu schicken, als bei der Airline Gebühren für Übergepäck zu berappen.
Die Verabschiedung von der Familie war heftig und tränenreich. Immerhin ist das ein winziger Schritt für die Menschheit, aber ein Riesenschritt für mich! So war ich doch auch froh, dass der Zug losfuhr. Ich mag keine langen Abschiedsszenen.
Zur Bahnfahrt selbst gibt es nichts Nennenswertes zu berichten, außer dass beide Züge, mit denen ich fuhr, Verspätungen wegen technischer Probleme hatten. Mich störte das nicht weiter, denn ich hatte genügend Zeit eingeplant.
Der Check-In war frei, offensichtlich nutzten diesmal nicht so viele Passagiere die Möglichkeit, den Check-In über das Internet vorzunehmen. So hatte ich nach zwei Minuten meinen Koffer aufgegeben und meine Bordkarte in der Hand. Nun begann die langweiligste Zeit, denn der Flughafen Frankfurt ist nicht wirklich ansehenswert.
Als ich Starbuck’s entdeckte, erinnerte ich mich, dass in Asien in jedem dieser Cafés ein kostenloser Hotspot für den Zugang zum Internet besteht. Also fragte ich gleich mal nach. Die Antwort war niederschmetternd: Ich könne einen Zugang für einen ganzen Tag bekommen, der koste allerdings 10 Euro. Also ließ ich es bleiben. Für die mir verbleibende dreiviertel Stunde war mir der Preis entschieden zu hoch.
Der Security-Check verlief diesmal recht unaufgeregt. Selbst das Personal war freundlicher als beim letzten Mal. Ich bestand auch die Gesichtskontrolle und durfte raus …
Der Flug verlief im Großen und Ganzen recht ruhig, von einigen kleineren Turbulenzen mal abgesehen. Die Cabin Crew gab sich wieder alle erdenkliche Mühe, um mir den Flug so angenehm wie möglich zu gestalten.
Jetzt nähern wir uns Sinapore, ich werde am Flughafen abgeholt. Ich bin gespannt, was mich in den nächsten Tagen erwartet und bin ganz aufgeregt.

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